Apfel Gloster Malus domestica Gloster
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"Apfel Gloster – ergiebiger Tafelapfel für den Hausgarten

Der Apfel Gloster ist eine robuste, reichtragende Sorte für Hobbygärtner, die zuverlässig eigene Äpfel ernten möchten, ohne täglich im Garten stehen zu müssen. Er eignet sich für alle, die einen lagerfähigen Winterapfel mit säuerlich-fruchtigem Geschmack suchen, der sich gut für den Frischverzehr, für Kuchen und für einfache Vorratshaltung eignet. Gleichzeitig verlangt diese Sorte einen gewissen Platz, etwas Schnittarbeit und einen passenden Standort – wer das einplant, bekommt einen auf lange Sicht lohnenden Obstbaum.

Was Sie konkret kaufen

Bei Bakker erwerben Sie einen jungen Apfelbaum der Sorte Gloster, in der Regel veredelt auf einer gängigen Unterlage für den Hausgarten. Das bedeutet: Sie erhalten keinen Zufallssämling, sondern eine definierte Sorte mit bekannter Wuchsstärke, Fruchtform und Reifezeit. Je nach gewählter Ausführung (z.B. Buschbaum, Halbstamm, eventuell Spalierform) ist der Baum bei Lieferung bereits einige Jahre alt und so vorbereitet, dass er nach einer Eingewöhnungsphase in den nächsten Jahren erste nennenswerte Ernten liefern kann.

Der Hauptverwendungszweck dieses Baumes liegt klar im Nutzwert: Er liefert Tafeläpfel mit überwiegend roter Schale, mittlerer bis großer Fruchtgröße und festem Fruchtfleisch. Gloster wird vor allem als Winterapfel geschätzt, der sich bei geeigneter Lagerung über mehrere Wochen bis Monate halten lässt und geschmacklich an Harmonie gewinnt. Im Sortiment einer Online-Gärtnerei wie Bakker positioniert sich der Apfel Gloster als Sorte für Gartenbesitzer, die:

  • einen eher kräftig wachsenden, klassischen Obstbaum wünschen,
  • Wert auf ansprechende, rot gefärbte Früchte legen,
  • eine Sorte suchen, die für viele Regionen Mitteleuropas gut geeignet ist,
  • und einen Baum bevorzugen, der sowohl frisch genossen als auch gelagert werden kann.

Bakker liefert die Pflanzen sorgfältig verpackt, sodass die Wurzeln – je nach Saison als Container- oder Wurzelware – während des Transports geschützt bleiben. Sie erhalten damit eine solide Grundlage, um mit überschaubarem Aufwand einen dauerhaften Obstlieferanten im eigenen Garten zu etablieren.

Wesentliche Eigenschaften
  • Wuchsform und Erscheinungsbild: Gloster bildet in der Regel einen mittelstarken bis kräftigen Wuchs mit eher aufrechter Grundform, die sich mit der Zeit zu einer breiteren, gut verzweigten Krone entwickelt. Mit einem gezielten Erziehungsschnitt lässt sich der Wuchs gut steuern, etwa als Buschbaum oder Halbstamm. Die Früchte sind meist kegelförmig bis leicht länglich und fallen durch eine überwiegend rote Deckfarbe auf.
  • Durchschnittliche Höhe und Breite: Im ausgewachsenen Zustand erreicht ein Gloster-Apfelbaum, abhängig von der verwendeten Unterlage und dem Schnitt, häufig etwa 3 bis 4 Meter Höhe und eine ähnliche Kronenbreite. Auf schwachwachsenden Unterlagen und bei konsequentem Schnitt kann er etwas kompakter bleiben, auf stärker wachsenden Unterlagen und ohne regelmäßigen Rückschnitt kann er auch größer ausfallen. Für kleinere Gärten ist eine schwächere Unterlage oder eine erzogene Form (z.B. Spalier an einer Wand) ratsam.
  • Blattwerk: Der Baum trägt mittelgroße, typische Apfelblätter mit gesägtem Rand und sattgrüner Färbung in der Vegetationszeit. Das Laub bildet eine relativ dichte Krone, die Schatten auf den Boden wirft und in heißen Sommern ein angenehmes Kleinklima im Wurzelbereich schafft. Im Herbst verfärbt sich das Laub oft in gelbliche bis leicht bräunliche Töne, bevor es abfällt.
  • Blüte und Hauptzierwert: Der dekorative Wert des Apfel Gloster liegt vor allem in der Blüte im Frühjahr und den roten Früchten im Spätsommer bis Herbst. Die Blüten sind weiß bis zart rosé überhaucht und erscheinen, je nach Region, meist im April oder Mai. Sie sind nicht nur optisch ansprechend, sondern bieten Bienen und anderen Bestäubern Nektar und Pollen. Die voll ausgereiften Früchte mit intensiver Rotfärbung sorgen später im Jahr für einen klaren Blickfang im Baum.
  • Wachstumsgeschwindigkeit: Gloster wächst im Vergleich zu sehr schwach wachsenden Sorten moderat bis recht zügig. Das bedeutet: In den ersten Jahren legt der Baum deutlich an Höhe und Kronenbreite zu. Mit regelmäßigem Erziehungsschnitt ist er dennoch gut beherrschbar. Ohne Schnitt neigt er dazu, zu stark in die Höhe zu wachsen und innen zu vergreisen, was die Fruchtqualität mindern kann.
  • Winterhärte und Verhalten bei Frost: Die Sorte gilt in vielen mitteleuropäischen Regionen als winterhart und kommt mit üblichen Wintertemperaturen gut zurecht. Spätfrost während der Blüte kann jedoch, wie bei den meisten Apfelsorten, die Ernte stark reduzieren. In Lagen mit häufigen Spätfrösten ist ein etwas geschützter Standort (z.B. in Hausnähe oder leicht erhöht) sinnvoll, um kalte Luftseen zu vermeiden.
  • Toleranz gegenüber Trockenheit und Feuchtigkeit: Gloster reagiert relativ robust, benötigt aber wie jeder Obstbaum eine ausreichende Bodenfeuchte. Kurze Trockenphasen im Sommer toleriert ein gut eingewachsener Baum meist, längere Trockenheit kann jedoch zu kleinerem Fruchtansatz oder Fruchtfall führen. Staunässe wird deutlich schlechter vertragen und führt leicht zu Wurzelschäden. Ein lockerer, gut drainierter Boden ist daher ein wichtiger Erfolgsfaktor.
  • Kultur im Freiland oder im Topf: Der Apfel Gloster ist in erster Linie für die Pflanzung im Freiland gedacht. Eine Kultivierung in großen Kübeln ist nur dann sinnvoll, wenn eine passende, eher schwachwachsende Unterlage gewählt wurde und wirklich sehr große Töpfe (mit ausreichendem Volumen und guter Drainage) zur Verfügung stehen. Im Kübel steigt der Pflegeaufwand deutlich, weil der Wasser- und Nährstoffhaushalt enger überwacht werden muss. Für dauerhafte Topfkultur auf sehr kleinem Raum ist die Sorte nur bedingt zu empfehlen.
Der richtige Standort für ein gutes Ergebnis

Der Erfolg mit einem Apfel Gloster steht und fällt mit dem Standort. Für eine gute Fruchtqualität sollte der Baum einen warmen, vollsonnigen Platz erhalten, möglichst mit mindestens sechs Stunden direkter Sonne pro Tag. Je mehr Licht und Wärme die Früchte bekommen, desto besser entwickeln sie Aroma, Zucker und Farbe.

Beim Boden sind humose, mäßig nährstoffreiche, durchlässige Substrate ideal. Ein mittelschwerer Gartenboden, der bei Regen nicht komplett verschlämmt und im Sommer nicht knochentrocken wird, ist eine gute Basis. Stark verdichtete oder sehr nasse Böden sollten vor der Pflanzung mit Sand, Kompost oder einer Bodenlockerung verbessert werden. Auf sehr leichten, sandigen Böden ist eine regelmäßige organische Düngung und Bewässerung in Trockenphasen nötig.

Wind spielt eine zweigeteilte Rolle: Eine leichte Luftbewegung trocknet das Laub ab und kann Pilzkrankheiten vorbeugen, aber sehr zugige, exponierte Lagen mit starken Windböen sind ungünstig. Dort brechen leichter Zweige mit Fruchtbehang, und Spätfröste greifen eher. Ein halb offener Platz, z.B. mit einer Hecke in Windrichtung oder in der Nähe einer Gebäudewand (mit genügend Abstand), ist oft vorteilhaft.

Der Pflanzabstand hängt von der Unterlage und der angestrebten Baumform ab. Für einen mittelstark wachsenden Baum im Freiland sollten Sie im Garten häufig mit etwa 3 bis 4 Metern Abstand zu anderen Bäumen rechnen, damit die Krone sich gut entwickeln kann und die Pflege – insbesondere der Rückschnitt – problemlos möglich ist. In engen Reihenpflanzungen oder Spalieren kann der Abstand etwas geringer sein, vorausgesetzt, Sie schneiden regelmäßig und konsequent.

Für Balkon oder kleinere Terrasse ist Gloster nur dann sinnvoll, wenn ein sehr großer Kübel (mindestens im zweistelligen Literbereich, eher mehr) und eine ausreichend tragfähige Konstruktion vorhanden sind. Außerdem muss der Standort dort sehr sonnig sein. Für kleine City-Balkone ohne Traglastreserve oder ohne viel Sonne ist dieser Baum keine gute Wahl. In diesen Situationen sind Zwergobstsorten meist geeigneter.

Häufige Fehler beim Standort, die Sie vermeiden sollten:

  • zu dunkler Platz (z.B. dauerhaft halbschattig hinter hohen Gebäuden),
  • schwere, lehmige Böden ohne Drainage, in denen Wasser lange steht,
  • Platzierung direkt in einer Frostsenke, z.B. am tiefsten Punkt des Gartens,
  • zu geringer Abstand zu Hauswänden, Zäunen oder anderen Bäumen, was Pflege und Belichtung einschränkt.
Pflanzung Schritt für Schritt

Geeigneter Pflanzzeitpunkt: Ideal ist die Pflanzung im Herbst, sobald die Blätter gefallen sind und der Boden noch frostfrei ist. Dann kann der Baum vor dem Austrieb im Frühling neue Wurzeln bilden. Alternativ ist eine Pflanzung im zeitigen Frühjahr möglich, bevor die Knospen stark austreiben. Containerware lässt sich grundsätzlich auch in der Vegetationszeit pflanzen, dann ist aber eine intensivere Bewässerung nötig.

Vorbereitung des Bodens oder Gefäßes:

  • Lockern Sie den Boden im Pflanzbereich tiefgründig auf, mindestens spaten- bis zweispatenbreit.
  • Arbeiten Sie, falls erforderlich, reifen Kompost oder gut verrotteten Stallmist in den Oberboden ein, jedoch nicht direkt an die Wurzeln.
  • Bei schweren Böden empfiehlt sich eine Drainageschicht aus grobem Kies oder Splitt im unteren Bereich des Pflanzlochs.
  • Für Kübelpflanzung verwenden Sie eine strukturstabile, hochwertige Pflanzerde mit Drainage im Topfboden (z.B. Tonscherben, Blähton).

Einpflanzen:

  • Graben Sie ein Pflanzloch, das etwa doppelt so breit wie der Wurzelballen ist und etwas tiefer reicht.
  • Stellen Sie den Baum so ein, dass die Veredlungsstelle (die Verdickung oberhalb der Wurzel) einige Zentimeter über dem Boden liegt.
  • Richten Sie den Baum gerade aus und füllen Sie das Loch mit der vorbereiteten Erde wieder auf, schichtweise und gut angedrückt, um Hohlräume zu vermeiden.
  • Bei freistehenden Bäumen kann ein Stützpfahl sinnvoll sein, der vor dem Einsetzen des Baums eingeschlagen wird, um die Wurzeln nicht später zu verletzen.

Angießen nach der Pflanzung:

Nach dem Einpflanzen bildet eine ausgiebige Wassergabe die Basis für gutes Anwachsen. Gießen Sie so, dass die Erde im Wurzelbereich gründlich durchfeuchtet wird. Ein Gießrand aus Erde rund um den Stamm hilft, das Wasser an Ort und Stelle zu halten. In den darauffolgenden Wochen sollte der Boden nicht völlig austrocknen – besonders bei Frühlingspflanzung ist regelmäßige Kontrolle wichtig.

Beobachtung in den ersten Wochen:

  • Achten Sie darauf, ob der Baum neue, frische Triebe bildet – das ist ein Zeichen für gutes Anwachsen.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig, ob der Stamm fest steht und sich nicht durch Wind lockert.
  • Prüfen Sie die Bodenfeuchte: weder staunass noch knochentrocken.
  • In sehr sonnigen, windexponierten Lagen kann ein leichter Schattier- oder Verdunstungsschutz in den ersten Wochen hilfreich sein.
Pflege und Entwicklung im Jahresverlauf

Frühling: Im Frühjahr beginnt der Baum auszutreiben und zu blühen. In dieser Phase ist ein ausgewogener Nährstoffhaushalt wichtig. Eine Gabe organischen Düngers oder ein spezieller Obstdünger im zeitigen Frühjahr kann den Ansatz unterstützen. Spätfröste während der Blüte sollten, soweit im Hausgarten praktisch möglich, vermieden oder abgemildert werden (z.B. durch Vliesabdeckung in kritischen Nächten bei kleineren Bäumen). Achten Sie früh auf Anzeichen von Pilzkrankheiten an jungen Blättern und Blüten.

Sommer: Im Sommer stehen Fruchtwachstum und Wasserhaushalt im Vordergrund. Regelmäßiges Gießen in längeren Trockenperioden ist vor allem bei jüngeren Bäumen wichtig. Zu viel Nässe fördert hingegen Pilzbefall. Ein leichter Sommerschnitt, bei dem zu dicht stehende, steil wachsende oder nach innen gerichtete Triebe entfernt werden, kann die Belichtung der Früchte verbessern. Übermäßiger Fruchtbehang lässt sich bei Bedarf durch Ausdünnen reduzieren, um Bruchschäden zu vermeiden und die Fruchtqualität zu steigern.

Herbst: Gloster gehört zu den später reifenden Apfelsorten. Die genaue Erntezeit hängt stark von Region und Witterung ab, liegt aber meist im späten Herbst. Reifezeichen sind unter anderem die sortentypische Färbung, ein fester, aber nicht mehr harter Biss und ein sich leicht vom Baum lösender Fruchtstiel. Nach der Ernte können die Früchte unter geeigneten Bedingungen (kühl, dunkel, gut belüftet) eingelagert werden, wobei sie im Lauf der Lagerung an Aroma gewinnen. Nach dem Laubfall bietet sich ein erster Formschnitt an, falls nötig, wobei stärkere Eingriffe eher in der laubfreien Zeit erfolgen.

Winter: Im Winter ruht der Baum. In dieser Phase ist ein strukturierender Erziehungs- oder Auslichtungsschnitt am übersichtlichsten. Entfernen Sie abgestorbene, sich kreuzende oder nach innen wachsende Äste. Achten Sie darauf, nicht zu stark in die Krone einzuschneiden, um kein übermäßiges Austriebsfeuerwerk im nächsten Jahr zu provozieren. In Regionen mit sehr starken Frösten kann ein Weißanstrich des Stammes sinnvoll sein, um Frostrisse durch starke Sonneneinstrahlung an frostigen Tagen zu verhindern. Kübelpflanzen benötigen ggf. Wurzelschutz durch Isoliermaterial und sollten möglichst frostgeschützt aufgestellt werden.

Tatsächlicher Pflegeaufwand: Ein Apfel Gloster erfordert mehr Aufmerksamkeit als ein reiner Zierstrauch, ist aber für durchschnittlich engagierte Hobbygärtner gut beherrschbar. Die wichtigsten Aufgaben sind jährlicher Schnitt, Beobachtung auf Krankheiten, bedarfsgerechte Düngung und Bewässerung sowie rechtzeitige Ernte. Wer keinen regelmäßigen Schnitt durchführen möchte oder kann, sollte sich bewusst sein, dass der Baum dann stärker wuchert, die Krone dichter wird und die Fruchtqualität langfristig nachlassen kann.

Stressanzeichen und Gegenmaßnahmen:

  • Blätter welken trotz feuchter Erde: kann auf Wurzelschäden oder Staunässe hinweisen – Drainage prüfen.
  • Kleine, vorzeitig fallende Früchte: oft Folge von Trockenstress oder zu starkem Fruchtansatz – regelmäßiger gießen und ggf. ausdünnen.
  • Stark vergreisende, innen kahle Krone: Zeichen für fehlenden Auslichtungsschnitt – im Spätwinter gezielt auslichten.
  • Schwacher Neuaustrieb und helle Blätter: Könnte auf Nährstoffmangel hinweisen – behutsam mit geeignetem Dünger nachhelfen.
Einsatzmöglichkeiten und Kombinationen

Im Garten: Gloster eignet sich vor allem für mittelgroße bis größere Gärten, in denen ein Obsthain, ein Hausbaum oder eine kleine Obstwiese geplant ist. Er kann als Einzelbaum auf dem Rasen stehen, entlang eines Gartenwegs oder am Rand des Grundstücks. Besonders familienfreundlich ist ein Platz in Hausnähe, wo die Kinder im Herbst direkt vom Baum naschen können.

Auf Terrasse oder Balkon: In Ausnahmefällen ist ein Einsatz auf großen Terrassen möglich, wenn ausreichend Platz und ein sehr großes Gefäß vorhanden sind. Dabei sollte unbedingt auf eine schwache Unterlage, gründliche Drainage und regelmäßige Wasser- und Nährstoffversorgung geachtet werden. Auf typischen Stadtbalkonen mit begrenzter Traglast und wenig Platz ist Gloster jedoch kaum praktikabel. In solchen Situationen ist die Sorte nicht zu empfehlen.

Im Beet: In größeren Mischbeeten oder entlang von Beeträndern kann der Apfelbaum als vertikale Struktur dienen. Unter der Krone lassen sich halbschattenverträgliche Stauden oder Kräuter pflanzen, die mit dem Wurzeldruck und dem Schatten zurechtkommen. Flach wurzelnde, konkurrenzstarke Bodendecker, die den Stamm direkt einengen, sind dagegen weniger geeignet.

Als Solitär oder in Reihe: Gloster macht sich gut als Solitärbaum, der den Blick auf sich zieht und zugleich Ertrag bringt. In Reihenpflanzungen oder als Teil einer gemischten Obsthecke ist darauf zu achten, dass ausreichend Bestäuber-Sorten in Reichweite stehen. Viele gängige Apfelsorten eignen sich als Kreuzbestäuber, doch die tatsächliche Pollenspender-Situation im Umfeld (Nachbargärten, Streuobstwiesen) spielt ebenfalls eine Rolle. In sehr isolierten Lagen kann die gezielte Pflanzung einer passenden Zweitsorte sinnvoll sein.

Sinnvolle Pflanzenkombinationen:

  • Unterpflanzung mit robusten Kräutern wie Schnittlauch, Oregano oder Zitronenmelisse, die den Wurzeldruck mittelfristig tolerieren.
  • Kombination mit frühblühenden Stauden oder Zwiebelpflanzen, die blühen, bevor das Apfellaub den Boden stärker beschattet.
  • Einsatz von insektenfreundlichen Pflanzen in der Nähe, um Bestäuber anzulocken und so den Fruchtansatz zu verbessern.

Wann diese Pflanze nicht empfehlenswert ist: Wenn kaum Platz vorhanden ist, keine Möglichkeit für regelmäßigen Schnitt oder wenig Interesse an Obstpflege besteht, ist ein mittelstarker Apfelbaum wie Gloster nicht ideal. Ebenso sollten Gärtner, die ausschließlich sehr süße, extrem aromatische Spezialsorten suchen, prüfen, ob das ausgewogene, eher säuerlich-fruchtige Profil dieser Sorte zu ihrem Geschmack passt.

Wichtige Hinweise und Grenzen

Wie viele Apfelsorten ist auch Gloster nicht völlig frei von Anfälligkeiten. Je nach Standort, Witterung und Pflege können verschiedene Krankheiten oder Schädlinge auftreten. Typische Probleme im Apfelanbau sind beispielsweise Pilzkrankheiten wie Schorf oder Mehltau, sowie schädigende Insekten wie Apfelwickler. Die konkrete Empfindlichkeit kann je nach Region unterschiedlich stark zum Tragen kommen.

Plausible Krankheiten oder Schädlinge:

  • Pilzliche Blatt- und Fruchtkrankheiten: In feuchten Jahren oder bei dichter, schlecht belüfteter Krone können Blattflecken, verkrustete Stellen auf den Früchten oder verformte Früchte auftreten.
  • Schadinsekten: Maden im Inneren der Früchte oder Fraßspuren an Blättern und jungen Trieben sind möglich, wenn entsprechende Schädlinge in der Umgebung häufig vorkommen.

Bedingungen, die Probleme begünstigen:

  • anhaltsend feuchtes Wetter und eine sehr dichte Baumkrone ohne ausreichende Luftzirkulation,
  • starke Stickstoffdüngung, die zu weichem, anfälligem Gewebe führt,
  • Staunässe im Wurzelbereich, die den Baum insgesamt schwächt,
  • Mangel an Umwelt- oder Nützlingsvielfalt im Garten, der natürliche Gegenspieler von Schädlingen reduziert.

Realistische Präventionsmaßnahmen:

  • regelmäßiger, maßvoller Auslichtungs- und Formschnitt, um Luft und Licht in die Krone zu bringen,
  • angemessene, nicht übertriebene Düngung mit organischen oder speziell abgestimmten Obstbaumdüngern,
  • Bodenverbesserung und gute Drainage zur Vermeidung von Staunässe,
  • Förderung von Nützlingen durch vielfältige Bepflanzung im Garten und Verzicht auf breit wirkende, nicht selektive Pflanzenschutzmaßnahmen,
  • sorgfältige Beobachtung, um erste Anzeichen von Befall frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu reagieren.

Wann dieses Produkt keine gute Wahl ist: Wenn Sie einen nahezu pflegefreien Baum wünschen, den Sie weder schneiden noch überwachen möchten, wird Gloster Ihren Erwartungen voraussichtlich nicht gerecht. Ebenso ist die Sorte weniger geeignet für extrem raue Lagen mit sehr strengen Wintern und häufigen Spätfrösten, sofern kein geschützter Standort zur Verfügung steht. Und wenn überhaupt kein Platz für eine ausladende Krone oder für die Ernte und Pflege vorhanden ist, sollten Sie lieber auf klein bleibende Alternativen ausweichen.

Warum diese Pflanze bei Bakker kaufen

Beim Kauf eines Apfel Gloster bei Bakker profitieren Sie von einer gezielten Auswahl für den Hausgarten. Die Pflanzen werden mit Blick auf Qualität, Wuchsstärke und Eignung für Hobbygärtner bereitgestellt und so verpackt, dass sie die Reise zu Ihnen gut überstehen. Das erleichtert den Start und reduziert das Risiko von Ausfällen in der Anwachphase.

Der Onlinekauf erspart Ihnen das Schleppen schwerer Pflanzen und ermöglicht, in Ruhe zu entscheiden, welche Baumform und Stückzahl zu Ihrem Gartenkonzept passt. Durch die Produktinformationen und praxisnahen Hinweise können Sie schon vor der Bestellung prüfen, ob Standort, Platzangebot und Ihre eigenen Pflegekapazitäten mit den Anforderungen dieser Sorte harmonieren.

Bakker begleitet Sie dabei, aus einer reinen Bestellung einen langfristig funktionierenden Obstbaum zu machen – von der Auswahl über die Pflanzung bis zur Pflege im Jahresverlauf. Wenn Sie einen zuverlässigen Winterapfel mit attraktiver roter Färbung suchen und bereit sind, dem Baum regelmäßig Aufmerksamkeit zu schenken, ist der Apfel Gloster eine tragfähige Investition in viele zukünftige Ernten.

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Apfel Gloster Malus domestica Gloster

Normaler Preis 29,95 €
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Mehr als 75 Jahre Erfahrung

Geprüfte Kundenrezensionen ★★★★☆

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Spezifikationen
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Apfel Gloster – ergiebiger Tafelapfel für den Hausgarten

Der Apfel Gloster ist eine robuste, reichtragende Sorte für Hobbygärtner, die zuverlässig eigene Äpfel ernten möchten, ohne täglich im Garten stehen zu müssen. Er eignet sich für alle, die einen lagerfähigen Winterapfel mit säuerlich-fruchtigem Geschmack suchen, der sich gut für den Frischverzehr, für Kuchen und für einfache Vorratshaltung eignet. Gleichzeitig verlangt diese Sorte einen gewissen Platz, etwas Schnittarbeit und einen passenden Standort – wer das einplant, bekommt einen auf lange Sicht lohnenden Obstbaum.

Was Sie konkret kaufen

Bei Bakker erwerben Sie einen jungen Apfelbaum der Sorte Gloster, in der Regel veredelt auf einer gängigen Unterlage für den Hausgarten. Das bedeutet: Sie erhalten keinen Zufallssämling, sondern eine definierte Sorte mit bekannter Wuchsstärke, Fruchtform und Reifezeit. Je nach gewählter Ausführung (z.B. Buschbaum, Halbstamm, eventuell Spalierform) ist der Baum bei Lieferung bereits einige Jahre alt und so vorbereitet, dass er nach einer Eingewöhnungsphase in den nächsten Jahren erste nennenswerte Ernten liefern kann.

Der Hauptverwendungszweck dieses Baumes liegt klar im Nutzwert: Er liefert Tafeläpfel mit überwiegend roter Schale, mittlerer bis großer Fruchtgröße und festem Fruchtfleisch. Gloster wird vor allem als Winterapfel geschätzt, der sich bei geeigneter Lagerung über mehrere Wochen bis Monate halten lässt und geschmacklich an Harmonie gewinnt. Im Sortiment einer Online-Gärtnerei wie Bakker positioniert sich der Apfel Gloster als Sorte für Gartenbesitzer, die:

  • einen eher kräftig wachsenden, klassischen Obstbaum wünschen,
  • Wert auf ansprechende, rot gefärbte Früchte legen,
  • eine Sorte suchen, die für viele Regionen Mitteleuropas gut geeignet ist,
  • und einen Baum bevorzugen, der sowohl frisch genossen als auch gelagert werden kann.

Bakker liefert die Pflanzen sorgfältig verpackt, sodass die Wurzeln – je nach Saison als Container- oder Wurzelware – während des Transports geschützt bleiben. Sie erhalten damit eine solide Grundlage, um mit überschaubarem Aufwand einen dauerhaften Obstlieferanten im eigenen Garten zu etablieren.

Wesentliche Eigenschaften

  • Wuchsform und Erscheinungsbild: Gloster bildet in der Regel einen mittelstarken bis kräftigen Wuchs mit eher aufrechter Grundform, die sich mit der Zeit zu einer breiteren, gut verzweigten Krone entwickelt. Mit einem gezielten Erziehungsschnitt lässt sich der Wuchs gut steuern, etwa als Buschbaum oder Halbstamm. Die Früchte sind meist kegelförmig bis leicht länglich und fallen durch eine überwiegend rote Deckfarbe auf.
  • Durchschnittliche Höhe und Breite: Im ausgewachsenen Zustand erreicht ein Gloster-Apfelbaum, abhängig von der verwendeten Unterlage und dem Schnitt, häufig etwa 3 bis 4 Meter Höhe und eine ähnliche Kronenbreite. Auf schwachwachsenden Unterlagen und bei konsequentem Schnitt kann er etwas kompakter bleiben, auf stärker wachsenden Unterlagen und ohne regelmäßigen Rückschnitt kann er auch größer ausfallen. Für kleinere Gärten ist eine schwächere Unterlage oder eine erzogene Form (z.B. Spalier an einer Wand) ratsam.
  • Blattwerk: Der Baum trägt mittelgroße, typische Apfelblätter mit gesägtem Rand und sattgrüner Färbung in der Vegetationszeit. Das Laub bildet eine relativ dichte Krone, die Schatten auf den Boden wirft und in heißen Sommern ein angenehmes Kleinklima im Wurzelbereich schafft. Im Herbst verfärbt sich das Laub oft in gelbliche bis leicht bräunliche Töne, bevor es abfällt.
  • Blüte und Hauptzierwert: Der dekorative Wert des Apfel Gloster liegt vor allem in der Blüte im Frühjahr und den roten Früchten im Spätsommer bis Herbst. Die Blüten sind weiß bis zart rosé überhaucht und erscheinen, je nach Region, meist im April oder Mai. Sie sind nicht nur optisch ansprechend, sondern bieten Bienen und anderen Bestäubern Nektar und Pollen. Die voll ausgereiften Früchte mit intensiver Rotfärbung sorgen später im Jahr für einen klaren Blickfang im Baum.
  • Wachstumsgeschwindigkeit: Gloster wächst im Vergleich zu sehr schwach wachsenden Sorten moderat bis recht zügig. Das bedeutet: In den ersten Jahren legt der Baum deutlich an Höhe und Kronenbreite zu. Mit regelmäßigem Erziehungsschnitt ist er dennoch gut beherrschbar. Ohne Schnitt neigt er dazu, zu stark in die Höhe zu wachsen und innen zu vergreisen, was die Fruchtqualität mindern kann.
  • Winterhärte und Verhalten bei Frost: Die Sorte gilt in vielen mitteleuropäischen Regionen als winterhart und kommt mit üblichen Wintertemperaturen gut zurecht. Spätfrost während der Blüte kann jedoch, wie bei den meisten Apfelsorten, die Ernte stark reduzieren. In Lagen mit häufigen Spätfrösten ist ein etwas geschützter Standort (z.B. in Hausnähe oder leicht erhöht) sinnvoll, um kalte Luftseen zu vermeiden.
  • Toleranz gegenüber Trockenheit und Feuchtigkeit: Gloster reagiert relativ robust, benötigt aber wie jeder Obstbaum eine ausreichende Bodenfeuchte. Kurze Trockenphasen im Sommer toleriert ein gut eingewachsener Baum meist, längere Trockenheit kann jedoch zu kleinerem Fruchtansatz oder Fruchtfall führen. Staunässe wird deutlich schlechter vertragen und führt leicht zu Wurzelschäden. Ein lockerer, gut drainierter Boden ist daher ein wichtiger Erfolgsfaktor.
  • Kultur im Freiland oder im Topf: Der Apfel Gloster ist in erster Linie für die Pflanzung im Freiland gedacht. Eine Kultivierung in großen Kübeln ist nur dann sinnvoll, wenn eine passende, eher schwachwachsende Unterlage gewählt wurde und wirklich sehr große Töpfe (mit ausreichendem Volumen und guter Drainage) zur Verfügung stehen. Im Kübel steigt der Pflegeaufwand deutlich, weil der Wasser- und Nährstoffhaushalt enger überwacht werden muss. Für dauerhafte Topfkultur auf sehr kleinem Raum ist die Sorte nur bedingt zu empfehlen.

Der richtige Standort für ein gutes Ergebnis

Der Erfolg mit einem Apfel Gloster steht und fällt mit dem Standort. Für eine gute Fruchtqualität sollte der Baum einen warmen, vollsonnigen Platz erhalten, möglichst mit mindestens sechs Stunden direkter Sonne pro Tag. Je mehr Licht und Wärme die Früchte bekommen, desto besser entwickeln sie Aroma, Zucker und Farbe.

Beim Boden sind humose, mäßig nährstoffreiche, durchlässige Substrate ideal. Ein mittelschwerer Gartenboden, der bei Regen nicht komplett verschlämmt und im Sommer nicht knochentrocken wird, ist eine gute Basis. Stark verdichtete oder sehr nasse Böden sollten vor der Pflanzung mit Sand, Kompost oder einer Bodenlockerung verbessert werden. Auf sehr leichten, sandigen Böden ist eine regelmäßige organische Düngung und Bewässerung in Trockenphasen nötig.

Wind spielt eine zweigeteilte Rolle: Eine leichte Luftbewegung trocknet das Laub ab und kann Pilzkrankheiten vorbeugen, aber sehr zugige, exponierte Lagen mit starken Windböen sind ungünstig. Dort brechen leichter Zweige mit Fruchtbehang, und Spätfröste greifen eher. Ein halb offener Platz, z.B. mit einer Hecke in Windrichtung oder in der Nähe einer Gebäudewand (mit genügend Abstand), ist oft vorteilhaft.

Der Pflanzabstand hängt von der Unterlage und der angestrebten Baumform ab. Für einen mittelstark wachsenden Baum im Freiland sollten Sie im Garten häufig mit etwa 3 bis 4 Metern Abstand zu anderen Bäumen rechnen, damit die Krone sich gut entwickeln kann und die Pflege – insbesondere der Rückschnitt – problemlos möglich ist. In engen Reihenpflanzungen oder Spalieren kann der Abstand etwas geringer sein, vorausgesetzt, Sie schneiden regelmäßig und konsequent.

Für Balkon oder kleinere Terrasse ist Gloster nur dann sinnvoll, wenn ein sehr großer Kübel (mindestens im zweistelligen Literbereich, eher mehr) und eine ausreichend tragfähige Konstruktion vorhanden sind. Außerdem muss der Standort dort sehr sonnig sein. Für kleine City-Balkone ohne Traglastreserve oder ohne viel Sonne ist dieser Baum keine gute Wahl. In diesen Situationen sind Zwergobstsorten meist geeigneter.

Häufige Fehler beim Standort, die Sie vermeiden sollten:

  • zu dunkler Platz (z.B. dauerhaft halbschattig hinter hohen Gebäuden),
  • schwere, lehmige Böden ohne Drainage, in denen Wasser lange steht,
  • Platzierung direkt in einer Frostsenke, z.B. am tiefsten Punkt des Gartens,
  • zu geringer Abstand zu Hauswänden, Zäunen oder anderen Bäumen, was Pflege und Belichtung einschränkt.

Pflanzung Schritt für Schritt

Geeigneter Pflanzzeitpunkt: Ideal ist die Pflanzung im Herbst, sobald die Blätter gefallen sind und der Boden noch frostfrei ist. Dann kann der Baum vor dem Austrieb im Frühling neue Wurzeln bilden. Alternativ ist eine Pflanzung im zeitigen Frühjahr möglich, bevor die Knospen stark austreiben. Containerware lässt sich grundsätzlich auch in der Vegetationszeit pflanzen, dann ist aber eine intensivere Bewässerung nötig.

Vorbereitung des Bodens oder Gefäßes:

  • Lockern Sie den Boden im Pflanzbereich tiefgründig auf, mindestens spaten- bis zweispatenbreit.
  • Arbeiten Sie, falls erforderlich, reifen Kompost oder gut verrotteten Stallmist in den Oberboden ein, jedoch nicht direkt an die Wurzeln.
  • Bei schweren Böden empfiehlt sich eine Drainageschicht aus grobem Kies oder Splitt im unteren Bereich des Pflanzlochs.
  • Für Kübelpflanzung verwenden Sie eine strukturstabile, hochwertige Pflanzerde mit Drainage im Topfboden (z.B. Tonscherben, Blähton).

Einpflanzen:

  • Graben Sie ein Pflanzloch, das etwa doppelt so breit wie der Wurzelballen ist und etwas tiefer reicht.
  • Stellen Sie den Baum so ein, dass die Veredlungsstelle (die Verdickung oberhalb der Wurzel) einige Zentimeter über dem Boden liegt.
  • Richten Sie den Baum gerade aus und füllen Sie das Loch mit der vorbereiteten Erde wieder auf, schichtweise und gut angedrückt, um Hohlräume zu vermeiden.
  • Bei freistehenden Bäumen kann ein Stützpfahl sinnvoll sein, der vor dem Einsetzen des Baums eingeschlagen wird, um die Wurzeln nicht später zu verletzen.

Angießen nach der Pflanzung:

Nach dem Einpflanzen bildet eine ausgiebige Wassergabe die Basis für gutes Anwachsen. Gießen Sie so, dass die Erde im Wurzelbereich gründlich durchfeuchtet wird. Ein Gießrand aus Erde rund um den Stamm hilft, das Wasser an Ort und Stelle zu halten. In den darauffolgenden Wochen sollte der Boden nicht völlig austrocknen – besonders bei Frühlingspflanzung ist regelmäßige Kontrolle wichtig.

Beobachtung in den ersten Wochen:

  • Achten Sie darauf, ob der Baum neue, frische Triebe bildet – das ist ein Zeichen für gutes Anwachsen.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig, ob der Stamm fest steht und sich nicht durch Wind lockert.
  • Prüfen Sie die Bodenfeuchte: weder staunass noch knochentrocken.
  • In sehr sonnigen, windexponierten Lagen kann ein leichter Schattier- oder Verdunstungsschutz in den ersten Wochen hilfreich sein.

Pflege und Entwicklung im Jahresverlauf

Frühling: Im Frühjahr beginnt der Baum auszutreiben und zu blühen. In dieser Phase ist ein ausgewogener Nährstoffhaushalt wichtig. Eine Gabe organischen Düngers oder ein spezieller Obstdünger im zeitigen Frühjahr kann den Ansatz unterstützen. Spätfröste während der Blüte sollten, soweit im Hausgarten praktisch möglich, vermieden oder abgemildert werden (z.B. durch Vliesabdeckung in kritischen Nächten bei kleineren Bäumen). Achten Sie früh auf Anzeichen von Pilzkrankheiten an jungen Blättern und Blüten.

Sommer: Im Sommer stehen Fruchtwachstum und Wasserhaushalt im Vordergrund. Regelmäßiges Gießen in längeren Trockenperioden ist vor allem bei jüngeren Bäumen wichtig. Zu viel Nässe fördert hingegen Pilzbefall. Ein leichter Sommerschnitt, bei dem zu dicht stehende, steil wachsende oder nach innen gerichtete Triebe entfernt werden, kann die Belichtung der Früchte verbessern. Übermäßiger Fruchtbehang lässt sich bei Bedarf durch Ausdünnen reduzieren, um Bruchschäden zu vermeiden und die Fruchtqualität zu steigern.

Herbst: Gloster gehört zu den später reifenden Apfelsorten. Die genaue Erntezeit hängt stark von Region und Witterung ab, liegt aber meist im späten Herbst. Reifezeichen sind unter anderem die sortentypische Färbung, ein fester, aber nicht mehr harter Biss und ein sich leicht vom Baum lösender Fruchtstiel. Nach der Ernte können die Früchte unter geeigneten Bedingungen (kühl, dunkel, gut belüftet) eingelagert werden, wobei sie im Lauf der Lagerung an Aroma gewinnen. Nach dem Laubfall bietet sich ein erster Formschnitt an, falls nötig, wobei stärkere Eingriffe eher in der laubfreien Zeit erfolgen.

Winter: Im Winter ruht der Baum. In dieser Phase ist ein strukturierender Erziehungs- oder Auslichtungsschnitt am übersichtlichsten. Entfernen Sie abgestorbene, sich kreuzende oder nach innen wachsende Äste. Achten Sie darauf, nicht zu stark in die Krone einzuschneiden, um kein übermäßiges Austriebsfeuerwerk im nächsten Jahr zu provozieren. In Regionen mit sehr starken Frösten kann ein Weißanstrich des Stammes sinnvoll sein, um Frostrisse durch starke Sonneneinstrahlung an frostigen Tagen zu verhindern. Kübelpflanzen benötigen ggf. Wurzelschutz durch Isoliermaterial und sollten möglichst frostgeschützt aufgestellt werden.

Tatsächlicher Pflegeaufwand: Ein Apfel Gloster erfordert mehr Aufmerksamkeit als ein reiner Zierstrauch, ist aber für durchschnittlich engagierte Hobbygärtner gut beherrschbar. Die wichtigsten Aufgaben sind jährlicher Schnitt, Beobachtung auf Krankheiten, bedarfsgerechte Düngung und Bewässerung sowie rechtzeitige Ernte. Wer keinen regelmäßigen Schnitt durchführen möchte oder kann, sollte sich bewusst sein, dass der Baum dann stärker wuchert, die Krone dichter wird und die Fruchtqualität langfristig nachlassen kann.

Stressanzeichen und Gegenmaßnahmen:

  • Blätter welken trotz feuchter Erde: kann auf Wurzelschäden oder Staunässe hinweisen – Drainage prüfen.
  • Kleine, vorzeitig fallende Früchte: oft Folge von Trockenstress oder zu starkem Fruchtansatz – regelmäßiger gießen und ggf. ausdünnen.
  • Stark vergreisende, innen kahle Krone: Zeichen für fehlenden Auslichtungsschnitt – im Spätwinter gezielt auslichten.
  • Schwacher Neuaustrieb und helle Blätter: Könnte auf Nährstoffmangel hinweisen – behutsam mit geeignetem Dünger nachhelfen.

Einsatzmöglichkeiten und Kombinationen

Im Garten: Gloster eignet sich vor allem für mittelgroße bis größere Gärten, in denen ein Obsthain, ein Hausbaum oder eine kleine Obstwiese geplant ist. Er kann als Einzelbaum auf dem Rasen stehen, entlang eines Gartenwegs oder am Rand des Grundstücks. Besonders familienfreundlich ist ein Platz in Hausnähe, wo die Kinder im Herbst direkt vom Baum naschen können.

Auf Terrasse oder Balkon: In Ausnahmefällen ist ein Einsatz auf großen Terrassen möglich, wenn ausreichend Platz und ein sehr großes Gefäß vorhanden sind. Dabei sollte unbedingt auf eine schwache Unterlage, gründliche Drainage und regelmäßige Wasser- und Nährstoffversorgung geachtet werden. Auf typischen Stadtbalkonen mit begrenzter Traglast und wenig Platz ist Gloster jedoch kaum praktikabel. In solchen Situationen ist die Sorte nicht zu empfehlen.

Im Beet: In größeren Mischbeeten oder entlang von Beeträndern kann der Apfelbaum als vertikale Struktur dienen. Unter der Krone lassen sich halbschattenverträgliche Stauden oder Kräuter pflanzen, die mit dem Wurzeldruck und dem Schatten zurechtkommen. Flach wurzelnde, konkurrenzstarke Bodendecker, die den Stamm direkt einengen, sind dagegen weniger geeignet.

Als Solitär oder in Reihe: Gloster macht sich gut als Solitärbaum, der den Blick auf sich zieht und zugleich Ertrag bringt. In Reihenpflanzungen oder als Teil einer gemischten Obsthecke ist darauf zu achten, dass ausreichend Bestäuber-Sorten in Reichweite stehen. Viele gängige Apfelsorten eignen sich als Kreuzbestäuber, doch die tatsächliche Pollenspender-Situation im Umfeld (Nachbargärten, Streuobstwiesen) spielt ebenfalls eine Rolle. In sehr isolierten Lagen kann die gezielte Pflanzung einer passenden Zweitsorte sinnvoll sein.

Sinnvolle Pflanzenkombinationen:

  • Unterpflanzung mit robusten Kräutern wie Schnittlauch, Oregano oder Zitronenmelisse, die den Wurzeldruck mittelfristig tolerieren.
  • Kombination mit frühblühenden Stauden oder Zwiebelpflanzen, die blühen, bevor das Apfellaub den Boden stärker beschattet.
  • Einsatz von insektenfreundlichen Pflanzen in der Nähe, um Bestäuber anzulocken und so den Fruchtansatz zu verbessern.

Wann diese Pflanze nicht empfehlenswert ist: Wenn kaum Platz vorhanden ist, keine Möglichkeit für regelmäßigen Schnitt oder wenig Interesse an Obstpflege besteht, ist ein mittelstarker Apfelbaum wie Gloster nicht ideal. Ebenso sollten Gärtner, die ausschließlich sehr süße, extrem aromatische Spezialsorten suchen, prüfen, ob das ausgewogene, eher säuerlich-fruchtige Profil dieser Sorte zu ihrem Geschmack passt.

Wichtige Hinweise und Grenzen

Wie viele Apfelsorten ist auch Gloster nicht völlig frei von Anfälligkeiten. Je nach Standort, Witterung und Pflege können verschiedene Krankheiten oder Schädlinge auftreten. Typische Probleme im Apfelanbau sind beispielsweise Pilzkrankheiten wie Schorf oder Mehltau, sowie schädigende Insekten wie Apfelwickler. Die konkrete Empfindlichkeit kann je nach Region unterschiedlich stark zum Tragen kommen.

Plausible Krankheiten oder Schädlinge:

  • Pilzliche Blatt- und Fruchtkrankheiten: In feuchten Jahren oder bei dichter, schlecht belüfteter Krone können Blattflecken, verkrustete Stellen auf den Früchten oder verformte Früchte auftreten.
  • Schadinsekten: Maden im Inneren der Früchte oder Fraßspuren an Blättern und jungen Trieben sind möglich, wenn entsprechende Schädlinge in der Umgebung häufig vorkommen.

Bedingungen, die Probleme begünstigen:

  • anhaltsend feuchtes Wetter und eine sehr dichte Baumkrone ohne ausreichende Luftzirkulation,
  • starke Stickstoffdüngung, die zu weichem, anfälligem Gewebe führt,
  • Staunässe im Wurzelbereich, die den Baum insgesamt schwächt,
  • Mangel an Umwelt- oder Nützlingsvielfalt im Garten, der natürliche Gegenspieler von Schädlingen reduziert.

Realistische Präventionsmaßnahmen:

  • regelmäßiger, maßvoller Auslichtungs- und Formschnitt, um Luft und Licht in die Krone zu bringen,
  • angemessene, nicht übertriebene Düngung mit organischen oder speziell abgestimmten Obstbaumdüngern,
  • Bodenverbesserung und gute Drainage zur Vermeidung von Staunässe,
  • Förderung von Nützlingen durch vielfältige Bepflanzung im Garten und Verzicht auf breit wirkende, nicht selektive Pflanzenschutzmaßnahmen,
  • sorgfältige Beobachtung, um erste Anzeichen von Befall frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu reagieren.

Wann dieses Produkt keine gute Wahl ist: Wenn Sie einen nahezu pflegefreien Baum wünschen, den Sie weder schneiden noch überwachen möchten, wird Gloster Ihren Erwartungen voraussichtlich nicht gerecht. Ebenso ist die Sorte weniger geeignet für extrem raue Lagen mit sehr strengen Wintern und häufigen Spätfrösten, sofern kein geschützter Standort zur Verfügung steht. Und wenn überhaupt kein Platz für eine ausladende Krone oder für die Ernte und Pflege vorhanden ist, sollten Sie lieber auf klein bleibende Alternativen ausweichen.

Warum diese Pflanze bei Bakker kaufen

Beim Kauf eines Apfel Gloster bei Bakker profitieren Sie von einer gezielten Auswahl für den Hausgarten. Die Pflanzen werden mit Blick auf Qualität, Wuchsstärke und Eignung für Hobbygärtner bereitgestellt und so verpackt, dass sie die Reise zu Ihnen gut überstehen. Das erleichtert den Start und reduziert das Risiko von Ausfällen in der Anwachphase.

Der Onlinekauf erspart Ihnen das Schleppen schwerer Pflanzen und ermöglicht, in Ruhe zu entscheiden, welche Baumform und Stückzahl zu Ihrem Gartenkonzept passt. Durch die Produktinformationen und praxisnahen Hinweise können Sie schon vor der Bestellung prüfen, ob Standort, Platzangebot und Ihre eigenen Pflegekapazitäten mit den Anforderungen dieser Sorte harmonieren.

Bakker begleitet Sie dabei, aus einer reinen Bestellung einen langfristig funktionierenden Obstbaum zu machen – von der Auswahl über die Pflanzung bis zur Pflege im Jahresverlauf. Wenn Sie einen zuverlässigen Winterapfel mit attraktiver roter Färbung suchen und bereit sind, dem Baum regelmäßig Aufmerksamkeit zu schenken, ist der Apfel Gloster eine tragfähige Investition in viele zukünftige Ernten.

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Ref : 032710
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