Herzblättriger Blütenkohl Crambe cordifolia
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"Herzblättriger Blütenkohl – dekorativer Kohl für Genießer mit Sinn für das Besondere

Der Herzblättriger Blütenkohl ist eine interessante Wahl für alle, die Gemüse nicht nur ernten, sondern auch bewusst gestalten möchten. Er verbindet den Nutzwert eines Kohlgewächses mit einem auffälligen, herzförmig wirkenden Blattaufbau im zentralen Bereich der Pflanze. Damit spricht er Hobbygärtner an, die Wert auf einen strukturierten Gemüsegarten legen, gerne selbst anbauen und gleichzeitig bereit sind, einer etwas anspruchsvolleren Kohlkultur Zeit und Aufmerksamkeit zu widmen.

Die Pflanze eignet sich für Gartenbesitzer mit mindestens einem Beet in sonniger bis leicht halbschattiger Lage, aber auch für ambitionierte Balkongärtner mit ausreichend großen Kübeln oder Hochbeeten. Sie ist vor allem dann passend, wenn Sie Kohl mit feinem Aroma und dekorativem Wuchs suchen und bereit sind, auf Fruchtfolge, Bodenpflege und Schutz vor typischen Kohlschädlingen zu achten. Wer hingegen eine vollkommen pflegeleichte „Pflanzen und vergessen“-Lösung sucht, sollte sich bewusst sein, dass Herzblättriger Blütenkohl hierfür nur bedingt geeignet ist.

Der Nutzwert steht im Vordergrund: Sie erhalten ein Gemüse mit kompaktem Aufbau, dessen innerer, herzförmiger Bereich als zarte, essbare Blütenstandsanlage geschätzt wird. Gleichzeitig fügt sich die Pflanze optisch ansprechend in Reihenpflanzungen oder gemischte Nutzbeete ein und bringt dort Struktur und ein leicht ungewöhnliches Erscheinungsbild.

Was Sie konkret kaufen

Bei Bakker erhalten Sie den Herzblättriger Blütenkohl als kräftige Jungpflanzen oder – je nach Angebotssituation – als Set für die eigene Anzucht. So können Sie sicher sein, mit einer geeigneten Ausgangsqualität zu starten, ohne sich auf zufälliges Saatgut verlassen zu müssen.

Herzblättriger Blütenkohl gehört botanisch zu den Kohlgewächsen (Brassicaceae). Er bildet keinen dichten Kopf wie klassischer Weiß- oder Rotkohl, sondern entwickelt eine stabil aufgebaute Rosette aus äußeren, größeren Blättern und einem inneren Bereich mit dichterem, zarterem Blattwerk, das in Richtung Blütenstand übergeht. Dieser innere, „herzförmige“ Teil ist der eigentliche Zier- und Nutzbereich und wird in der Küche ähnlich wie Blumenkohl oder Brokkoli verwendet, je nach Entwicklungsstand.

Der Hauptverwendungszweck ist klar: frischer, selbst angebauter Kohl mit besonderer Form und zartem, feinwürzigem Geschmack. Im Vergleich zu klassischem Blumenkohl punktet Herzblättriger Blütenkohl mit dekorativer Struktur, während er weniger auf große, kompakte Köpfe ausgelegt ist. Im E-Commerce-Sortiment von Bakker fügt er sich zwischen anderen Kohlarten, Spezialgemüse und dekorativen Nutzpflanzen ein und ist vor allem für Kunden attraktiv, die gezielt etwas Abwechslung in ihre Gemüsebeete bringen möchten.

Als Online-Gärtnerei achtet Bakker darauf, dass die Pflanzen sortenecht, vital und für den Versand stabil genug sind. Sie erhalten also keine überständigen oder bereits „vergeilten“ Exemplare, sondern Jungpflanzen, die nach kurzer Eingewöhnung im Beet oder Kübel gut weiterwachsen können.

Wesentliche Eigenschaften
  • Wuchsform und Erscheinungsbild: Herzblättriger Blütenkohl wächst rosettig und eher kompakt. Außen stehen kräftige, leicht ausladende Blätter, innen verdichtet sich das Blattwerk zu einem herzähnlichen Zentrum, das später in die Blütenbildung übergeht. Die Pflanze wirkt strukturiert und sauber aufgebaut, wodurch sie auch in Reihen oder Formalbeeten gut zur Geltung kommt.
  • Durchschnittliche Höhe und Breite: Unter normalen Bedingungen erreicht der Herzblättriger Blütenkohl eine Höhe von etwa 40–70 cm und eine Breite von rund 40–60 cm. Diese Angaben sind Richtwerte und können je nach Sorte, Standort und Pflege abweichen. Im Kübel bleibt er meist etwas kompakter als im Freiland.
  • Blattwerk: Die Blätter sind typisch für Kohlgewächse: relativ groß, je nach Typ eher glatt oder leicht gewellt, mit fester, aber nicht zu derber Textur. Farblich dominieren Grüntöne; je nach Sorte sind Nuancen von hell- bis mittelgrün möglich. Der innere, herzförmige Bereich wirkt dichter und feiner aufgebaut als die äußeren Blätter, was den besonderen Charakter dieser Pflanze ausmacht.
  • Blüte und Zierwert: Der hauptsächliche Zierwert liegt im kompakten, herzförmigen Aufbau der Pflanzenmitte. Die eigentlichen Blüten sind, wie bei Kohl typisch, gelblich und eher funktional als dekorativ. In der Gemüsekultur erntet man meist, bevor der Blütenstand voll ausgereift ist, damit der zarte, innere Teil der Pflanze in Küche und Speisekammer optimal genutzt werden kann.
  • Wachstumsgeschwindigkeit: Herzblättriger Blütenkohl wächst zügig, aber nicht extrem schnell. Rechnen Sie – je nach Pflanztermin und Witterung – mit einer Kulturdauer von mehreren Monaten vom Einpflanzen der Jungpflanze bis zur Ernte des herzförmigen Innenbereiches. Eine genaue Anzahl an Tagen ist sorten- und standortabhängig; eine grobe Orientierung: deutlich kürzer als bei langlebigen Stauden, aber länger als bei klassischem Blattsalat.
  • Winterhärte und Verhalten bei Frost: Als Kohlgewächs ist Herzblättriger Blütenkohl mäßig frosttolerant. Kurzzeitige, leichte Fröste können je nach Entwicklungsstadium toleriert werden, starke und längere Frostphasen schädigen jedoch das Laub und vor allem den empfindlichen Herzbereich. Die Pflanze ist eher für die Kultur in der frostfreien Jahreszeit konzipiert. In Regionen mit strengem Winter sollte sie rechtzeitig abgeerntet sein oder zumindest mit Vlies geschützt werden.
  • Toleranz gegenüber Trockenheit und Feuchtigkeit: Herzblättriger Blütenkohl mag einen gleichmäßig frischen, leicht feuchten Boden. Kurze Trockenphasen werden meist überstanden, beeinträchtigen aber Wuchs und Qualität des Herzbereichs. Zu starke, anhaltende Trockenheit führt zu Wachstumsstockungen, faserigen Blättern und erhöhter Anfälligkeit für Schädlinge. Staunässe ist noch problematischer: Sie kann Wurzelfäulnis fördern und die Pflanzen stark schwächen. Eine gleichmäßige, aber nicht übertriebene Wasserversorgung ist daher entscheidend.
  • Kultur im Freiland oder im Topf: Die Kultur im Freiland ist für Herzblättriger Blütenkohl meist die erste Wahl, weil der Wurzelraum groß genug ist und sich Feuchtigkeit besser regulieren lässt. Eine Kultur im Topf oder Hochbeet ist möglich, erfordert aber ausreichend große Gefäße mit guter Tiefe und nährstoffreichem Substrat. In Gefäßen muss deutlich häufiger gegossen und gedüngt werden, um Unterversorgung zu vermeiden.
Der richtige Standort für ein gutes Ergebnis

Herzblättriger Blütenkohl bevorzugt einen hellen, warmen Platz. Am besten eignet sich ein Standort in voller Sonne oder mit nur leichter, zeitweiliger Beschattung. Je mehr Licht die Pflanze erhält, desto kräftiger und kompakter bleibt der Wuchs, und desto besser kann sie den zentralen, herzförmigen Bereich entwickeln.

Beim Boden ist ein tiefgründiger, humoser, gut durchlässiger Gartenboden ideal. Er sollte Nährstoffe gut halten, aber nicht zur Staunässe neigen. Sehr sandige Böden können mit Kompost oder gut verrottetem organischem Material verbessert werden, während schwere Lehmböden von einer Auflockerung mit Sand, Kompost und – bei Bedarf – leicht erhöhten Beeten profitieren. Ein neutraler bis leicht kalkhaltiger Boden wird meist gut vertragen; extrem saure Böden sind eher ungünstig.

Gegenüber Wind ist Herzblättriger Blütenkohl mäßig empfindlich. Normaler Wind im Garten ist in Ordnung. Dauerhaft starke, kalte Winde können jedoch das Laub austrocknen, die Blätter beschädigen und die Pflanzen lockern. In sehr zugigen Lagen empfiehlt sich ein leichter Windschutz, etwa durch eine Hecke, ein Gartenvlies oder die Pflanzung neben höheren Kulturen.

Der Pflanzabstand sollte so gewählt werden, dass die Pflanzen sich nicht gegenseitig bedrängen. Als Orientierung sind 40–50 cm Abstand zwischen den Pflanzen und 40–60 cm Reihenabstand sinnvoll. In kleineren Gärten oder Hochbeeten dürfen die Abstände etwas enger gewählt werden, solange noch ausreichend Licht und Luft an die Pflanzen kommt. Zu enger Stand fördert Pilzkrankheiten, mindert die Herzbildung und erschwert die Pflege.

Auf Balkon oder Terrasse ist Herzblättriger Blütenkohl in großen Kübeln oder Hochbeeten gut denkbar. Wählen Sie ein Gefäß mit mindestens 25–30 cm Tiefe und ausreichend Durchmesser, damit sich der Wurzelballen entwickeln kann. Die Drainage ist hier besonders wichtig; ein Abflussloch und eine Schicht groben Materials im Topfboden beugen Staunässe vor.

Häufige Fehler lassen sich vermeiden, wenn Sie Folgendes beachten:

  • kein dauerhaft schattiger Standort – das führt zu weichem, instabilem Wuchs und schwachen Herzen,
  • keine schweren, nassen Böden ohne Drainage – dies begünstigt Wurzelprobleme,
  • Pflanzen nicht zu dicht setzen – Luftzirkulation ist wichtig,
  • nicht direkt neben alten Kohlbeeten ohne Pause pflanzen – Fruchtfolge reduziert Krankheitsdruck.
Pflanzung Schritt für Schritt

1. Geeigneter Pflanzzeitpunkt

Der ideale Pflanztermin für Herzblättriger Blütenkohl liegt in der frostarmen Zeit. Je nach Region und Witterung können Sie nach den letzten stärkeren Frösten beginnen. In milden Lagen ist eine frühere Pflanzung möglich, in raueren Gegenden ist es sinnvoll, etwas später zu starten. Für sehr genaue Datumsangaben sind regionale Erfahrungen entscheidend; orientieren Sie sich im Zweifel an anderen Kohlkulturen in Ihrer Umgebung.

2. Vorbereitung von Boden oder Gefäß

Lockern Sie den Boden im Beet mindestens spatenstichtief, besser etwas tiefer. Entfernen Sie sorgfältig Unkraut, alte Wurzelreste und Steine. Arbeiten Sie reifen Kompost oder einen geeigneten organischen Dünger in die obere Bodenschicht ein. So schaffen Sie ein Nährstoffpolster für den Start.

Im Kübel oder Hochbeet verwenden Sie eine hochwertige, stabile Gemüseerde oder eine Mischung aus Gartenerde, Kompost und etwas Sand. Achten Sie auf ein Abflussloch und eine Drainageschicht (z. B. Blähton, grober Kies), damit überschüssiges Wasser ablaufen kann.

3. Einpflanzen

Stellen Sie die Jungpflanzen vor dem Einpflanzen für einige Stunden in den Schatten, damit sie sich vom Versand erholen. Graben Sie Pflanzlöcher, die etwas größer sind als der Wurzelballen. Setzen Sie den Herzblättriger Blütenkohl so tief, dass der Wurzelballen vollständig im Boden verschwindet, aber das Herz der Pflanze klar über der Erdoberfläche bleibt. Drücken Sie die Erde rund um die Pflanze kräftig, aber vorsichtig an, um Hohlräume zu vermeiden und einen guten Bodenkontakt zu gewährleisten.

4. Angießen nach der Pflanzung

Gießen Sie jede Pflanze nach dem Setzen gründlich an. Ziel ist, den Wurzelbereich vollständig durchfeuchtet zu haben, ohne Staunässe zu erzeugen. In den ersten Tagen nach der Pflanzung darf der Boden nicht austrocknen, da die Pflanzen jetzt besonders empfindlich auf Wassermangel reagieren.

5. Beobachtung in den ersten Wochen

Kontrollieren Sie in den ersten ein bis zwei Wochen regelmäßig, ob sich die Blätter straff halten oder schlaff wirken. Hängende Blätter deuten meist auf zu wenig Wasser oder zu starke Sonneneinstrahlung direkt nach dem Pflanzen hin. In diesem Fall kann zeitweiser leichten Schatten (z. B. mit Vlies) helfen. Achten Sie zusätzlich auf Schnecken und andere Schädlinge, die junge Kohlpflanzen gerne anknabbern. Frühzeitiges Eingreifen schützt die noch zarte Herzbildung.

Pflege und Entwicklung im Jahresverlauf

Frühling: Im Frühjahr geht es vor allem um Etablierung und Wurzelbildung. Halten Sie den Boden locker und weitgehend unkrautfrei, damit Herzblättriger Blütenkohl nicht in Konkurrenz zu anderen Pflanzen gerät. Eine erste, vorsichtige Nachdüngung mit einem ausgewogenen Gemüsedünger kann sinnvoll sein, sobald die Pflanzen deutlich angewachsen sind. Achten Sie darauf, nicht direkt an den Stängel zu düngen, sondern den Dünger leicht eingearbeitet im Wurzelbereich zu platzieren.

Sommer: Im Sommer stehen Wachstum und Herzbildung im Vordergrund. Der Wasserbedarf ist jetzt am größten. Gießen Sie lieber seltener und dafür durchdringend, anstatt täglich nur oberflächlich zu befeuchten. Mulchen Sie den Boden rund um die Pflanzen mit Rasenschnitt, Stroh oder feinem Häckselgut, um Verdunstung zu reduzieren und die Bodentemperatur auszugleichen. Achten Sie auf Blattschäden, Fraßspuren oder Verfärbungen – sie sind oft erste Hinweise auf Schädlinge oder Nährstoffmangel.

Herbst: Je nach Pflanztermin und Sorte kann der Herbst die Haupt-Erntezeit sein. Der innere Herzbereich wirkt jetzt besonders kompakt und ausgebildet. Schneiden Sie die Pflanzen mit einem scharfen Messer so, dass der nutzbare Herzteil sauber abgetrennt wird. Wer etwas Erfahrung hat, erkennt den richtigen Erntezeitpunkt daran, dass der Herzbereich noch fest, aber nicht mehr sehr locker wirkt. Achten Sie auf herbstliche Nässe: Übermäßig lange feuchte Blätter und kalte Böden können Pilzprobleme fördern.

Winter: In den meisten Regionen Mitteleuropas ist Herzblättriger Blütenkohl nicht als überwinternde Kultur geplant. Wenn die Pflanzen noch im Spätherbst stehen, kann ein leichter Vliesschutz bei Kälteeinbrüchen sinnvoll sein. Wird starker Frost erwartet, sollten die verbliebenen Pflanzen möglichst vollständig geerntet werden, um Qualitätsverluste zu vermeiden. Im Anschluss empfiehlt sich das Entfernen von Pflanzenresten aus dem Beet, um Krankheiten und Schädlinge nicht in die nächste Saison zu übertragen.

Tatsächlicher Pflegeaufwand: Rechnen Sie mit einem mittleren Pflegeaufwand. Im Vergleich zu extrem pflegeleichten Kulturen wie manchen Kräutern oder robusten Blattsalaten verlangt Herzblättriger Blütenkohl mehr Aufmerksamkeit, insbesondere was Wasser, Düngung und Schädlingskontrolle angeht. Der Zeitbedarf bleibt dennoch überschaubar, wenn Sie die Pflegearbeiten – Gießen, Lockern, Mulchen, Kontrollen – in die üblichen Gartenroutinen integrieren.

Stressanzeichen und Gegenmaßnahmen:

  • Hängende, weiche Blätter bei Trockenheit: gründlich wässern und Boden mulchen.
  • Gelbliche Blätter und stagnierender Wuchs: vorsichtig nachdüngen, Nährstoffversorgung prüfen.
  • Verzerrte oder stark angefressene Blätter: auf Schädlinge kontrollieren und gegebenenfalls mechanisch oder mit zugelassenen Mitteln regulieren.
  • Braune, faulige Wurzelbereiche oder ständig nasser Boden: Drainage verbessern, weniger gießen, eventuell Standort anpassen.
Einsatzmöglichkeiten und Kombinationen

Im Garten: Im klassischen Gemüsegarten lässt sich Herzblättriger Blütenkohl gut in Reihen pflanzen. Dank seines kompakten, aber deutlich strukturierten Wuchses eignet er sich auch für leicht formale Beete, in denen Gemüsekulturen bewusst gestaltet werden. Er kann in Mischkulturen mit anderen, nicht-kohligernden Gemüsen kombiniert werden, sofern der Nährstoffbedarf berücksichtigt wird.

Auf Terrasse oder Balkon: In ausreichend großen Gefäßen kann Herzblättriger Blütenkohl auch auf Terrasse oder Balkon zu einem markanten Element in der saisonalen Bepflanzung werden. In Kübeln wirkt er oft wie eine kräftige Strukturpflanze, die optisch zwischen blühenden Zierpflanzen und anderen Nutzpflanzen vermittelt. Eine Kombination mit niedrig wachsenden Kräutern oder essbaren Blütenpflanzen kann sowohl optisch als auch kulinarisch reizvoll sein.

Im Beet: In gemischten Beeten, in denen Nutz- und Zierpflanzen zusammenstehen, kann der Herzblättriger Blütenkohl ein interessanter Blickfang sein. Er bringt Struktur und eine andere Blatttextur ins Bild. In der Nähe von niedrigen Ringelblumen, Tagetes oder lockeren Staudenfütterungen entsteht ein abwechslungsreiches, aber dennoch harmonisches Gesamtbild. Wer schon Erfahrung mit Blühende Gartenstauden hat, kann diese optische Erfahrung gut nutzen, um dem Kohl einen passenden „Rahmen“ zu geben.

Hecke oder Solitärpflanze: Als Hecke im klassischen Sinne ist Herzblättriger Blütenkohl weniger geeignet, da er eine einjährige bzw. saisonale Kultur ist und keine dichte, dauerhafte Struktur bildet. Einzelpflanzen oder kleine Gruppen können jedoch als Solitäre im Gemüsebeet gesetzt werden, um bewusst Akzente zu setzen. Gerade in Hochbeeten wirkt eine einzelne, kräftig wachsende Pflanze oft sehr markant.

Sinnvolle Pflanzenkombinationen:

  • mit flachwurzelnden Salaten, die den Raum zwischen den Kohlpflanzen in der Anfangsphase gut nutzen,
  • mit niedrigem, blühendem Begleitgrün wie Ringelblumen oder Tagetes, die zusätzlich Nützlinge anziehen,
  • mit Kräutern wie Dill oder Fenchel in etwas Abstand, um Duftvielfalt und Nützlingsförderung zu unterstützen (Abstände beachten, damit es keine Konkurrenz gibt).

Situationen, in denen diese Pflanze nicht empfehlenswert ist:

  • Sehr kleine Balkonkästen ohne ausreichende Tiefe – hier fehlt schlicht der Wurzelraum.
  • Gärten, in denen bereits mehrere Jahre hintereinander Kohlgewächse im gleichen Beet standen – das Risiko von Bodenkrankheiten steigt deutlich.
  • Standorte mit dauerhaft nassem, schlecht drainiertem Boden – hier ist die Gefahr von Wurzelfäule hoch.
  • Wenn keinerlei Zeit für regelmäßige Kontrollen auf Schädlinge vorhanden ist – Kohl braucht zumindest ein Mindestmaß an Überwachung.
Wichtige Hinweise und Grenzen

Als Kohlgewächs ist Herzblättriger Blütenkohl nicht frei von Risiken. Einige Krankheiten und Schädlinge können auftreten, wenn die Bedingungen ungünstig sind oder Fruchtfolgeregeln nicht beachtet werden.

Plausible Krankheiten:

  • Pilzliche Wurzel- und Stängelerkrankungen, die bei Staunässe und schlecht drainierten Böden begünstigt werden,
  • blattbezogene Pilzinfektionen bei dauerhaft feuchter Witterung und enger Pflanzung,
  • Bodenbedingte Krankheiten, die sich bei fehlender Fruchtfolge in Kohlbeeten aufbauen können.

Schädlinge:

  • Raupen verschiedener Schmetterlinge, die Blätter anfressen und bei starkem Befall den Herzbereich beeinträchtigen,
  • Blattläuse, die an jungen Trieben und Blättern saugen,
  • Schnecken, die frisch gepflanzte Jungpflanzen und zarte Blätter besonders gerne beschädigen.

Bedingungen, die Probleme begünstigen:

  • Monokultur von Kohl am selben Standort über mehrere Jahre hinweg,
  • schwerer, nasser Boden ohne ausreichende Lockerung,
  • dichte Pflanzung, die keine Luftbewegung zulässt,
  • fehlende Kontrolle in kritischen Wetterphasen (feucht-warm, Übergangsjahreszeiten).

Realistische Präventionsmaßnahmen:

  • Fruchtfolge einhalten und Kohl nur alle paar Jahre auf demselben Beet kultivieren,
  • Bodenstruktur regelmäßig verbessern und Staunässe wirksam verhindern,
  • Abstände bei der Pflanzung beachten und Beete nicht überfüllen,
  • Schädlinge frühzeitig erkennen und gegebenenfalls mechanisch entfernen (Absammeln von Raupen, Schneckenschutz),
  • bei Bedarf mit zugelassenen, zielgerichteten Schutzmaßnahmen arbeiten und diese nach Anleitung anwenden.

Wann dieses Produkt keine gute Wahl ist: Wenn Sie einen vollständigen Selbstversorgergarten mit minimalem Aufwand erwarten, ohne sich intensiver mit Boden, Fruchtfolge und Pflanzengesundheit zu befassen, ist Herzblättriger Blütenkohl nur bedingt passend. Ebenfalls weniger geeignet ist er, wenn Ihr Garten regelmäßig unter extremen Wetterbedingungen wie längeren Überflutungen steht oder der Platz so begrenzt ist, dass der empfohlene Pflanzabstand nicht eingehalten werden kann.

Warum diese Pflanze bei Bakker kaufen

Beim Kauf von Herzblättriger Blütenkohl bei Bakker profitieren Sie von einer sorgfältig ausgewählten Ausgangsqualität. Die Jungpflanzen werden so kultiviert, dass sie transportstabil, aber nicht überaltert bei Ihnen ankommen. Das reduziert Ausfälle nach der Pflanzung und erleichtert den Start im eigenen Garten oder Hochbeet.

Der Onlinekauf hat klare praktische Vorteile: Sie wählen bequem von zu Hause aus, können sich in Ruhe informieren und die gewünschte Menge passend zu Ihrer Beetfläche bestellen. Gerade bei Spezialgemüse wie Herzblättriger Blütenkohl ist nicht garantiert, dass lokale Märkte oder Baumärkte jederzeit passende Jungpflanzen führen. Über Bakker erhalten Sie die Pflanzen zeitnah zum geeigneten Pflanzfenster und vermeiden damit Engpässe in der Planung.

Darüber hinaus profitieren Sie von der langjährigen Erfahrung einer auf Pflanzen spezialisierten Online-Gärtnerei. Die Produktauswahl orientiert sich an gärtnerischer Praxis, nicht an kurzfristigen Trends. So bekommen Sie ein Produkt, das in mitteleuropäischen Gärten grundsätzlich gut kultivierbar ist, sofern die genannten Voraussetzungen beachtet werden.

Wenn Sie also ein besonderes, herzförmig strukturiertes Kohlgemüse suchen, das Ihren Gemüsegarten optisch aufwertet und zugleich eine feine, selbst geerntete Zutat für die Küche liefert, ist Herzblättriger Blütenkohl eine lohnende Wahl. Mit den bei Bakker erhältlichen, sorgfältig vorkultivierten Pflanzen, klaren Standortempfehlungen und der realistischen Einschätzung des Pflegeaufwands können Sie Ihre Kultur gut planen – und mit mehr Sicherheit entscheiden, ob diese Spezialität zu Ihrem Garten und zu Ihren Erwartungen passt.

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Herzblättriger Blütenkohl Crambe cordifolia

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Mehr als 75 Jahre Erfahrung

Geprüfte Kundenrezensionen ★★★★☆

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Spezifikationen
Blüte: Juni - August
Standort: Halber Schatten
Wachstumshöhe: 2 m
Widerstandsfähigkeit: 0°C (zone 10a)
Beschreibung
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Herzblättriger Blütenkohl – dekorativer Kohl für Genießer mit Sinn für das Besondere

Der Herzblättriger Blütenkohl ist eine interessante Wahl für alle, die Gemüse nicht nur ernten, sondern auch bewusst gestalten möchten. Er verbindet den Nutzwert eines Kohlgewächses mit einem auffälligen, herzförmig wirkenden Blattaufbau im zentralen Bereich der Pflanze. Damit spricht er Hobbygärtner an, die Wert auf einen strukturierten Gemüsegarten legen, gerne selbst anbauen und gleichzeitig bereit sind, einer etwas anspruchsvolleren Kohlkultur Zeit und Aufmerksamkeit zu widmen.

Die Pflanze eignet sich für Gartenbesitzer mit mindestens einem Beet in sonniger bis leicht halbschattiger Lage, aber auch für ambitionierte Balkongärtner mit ausreichend großen Kübeln oder Hochbeeten. Sie ist vor allem dann passend, wenn Sie Kohl mit feinem Aroma und dekorativem Wuchs suchen und bereit sind, auf Fruchtfolge, Bodenpflege und Schutz vor typischen Kohlschädlingen zu achten. Wer hingegen eine vollkommen pflegeleichte „Pflanzen und vergessen“-Lösung sucht, sollte sich bewusst sein, dass Herzblättriger Blütenkohl hierfür nur bedingt geeignet ist.

Der Nutzwert steht im Vordergrund: Sie erhalten ein Gemüse mit kompaktem Aufbau, dessen innerer, herzförmiger Bereich als zarte, essbare Blütenstandsanlage geschätzt wird. Gleichzeitig fügt sich die Pflanze optisch ansprechend in Reihenpflanzungen oder gemischte Nutzbeete ein und bringt dort Struktur und ein leicht ungewöhnliches Erscheinungsbild.

Was Sie konkret kaufen

Bei Bakker erhalten Sie den Herzblättriger Blütenkohl als kräftige Jungpflanzen oder – je nach Angebotssituation – als Set für die eigene Anzucht. So können Sie sicher sein, mit einer geeigneten Ausgangsqualität zu starten, ohne sich auf zufälliges Saatgut verlassen zu müssen.

Herzblättriger Blütenkohl gehört botanisch zu den Kohlgewächsen (Brassicaceae). Er bildet keinen dichten Kopf wie klassischer Weiß- oder Rotkohl, sondern entwickelt eine stabil aufgebaute Rosette aus äußeren, größeren Blättern und einem inneren Bereich mit dichterem, zarterem Blattwerk, das in Richtung Blütenstand übergeht. Dieser innere, „herzförmige“ Teil ist der eigentliche Zier- und Nutzbereich und wird in der Küche ähnlich wie Blumenkohl oder Brokkoli verwendet, je nach Entwicklungsstand.

Der Hauptverwendungszweck ist klar: frischer, selbst angebauter Kohl mit besonderer Form und zartem, feinwürzigem Geschmack. Im Vergleich zu klassischem Blumenkohl punktet Herzblättriger Blütenkohl mit dekorativer Struktur, während er weniger auf große, kompakte Köpfe ausgelegt ist. Im E-Commerce-Sortiment von Bakker fügt er sich zwischen anderen Kohlarten, Spezialgemüse und dekorativen Nutzpflanzen ein und ist vor allem für Kunden attraktiv, die gezielt etwas Abwechslung in ihre Gemüsebeete bringen möchten.

Als Online-Gärtnerei achtet Bakker darauf, dass die Pflanzen sortenecht, vital und für den Versand stabil genug sind. Sie erhalten also keine überständigen oder bereits „vergeilten“ Exemplare, sondern Jungpflanzen, die nach kurzer Eingewöhnung im Beet oder Kübel gut weiterwachsen können.

Wesentliche Eigenschaften

  • Wuchsform und Erscheinungsbild: Herzblättriger Blütenkohl wächst rosettig und eher kompakt. Außen stehen kräftige, leicht ausladende Blätter, innen verdichtet sich das Blattwerk zu einem herzähnlichen Zentrum, das später in die Blütenbildung übergeht. Die Pflanze wirkt strukturiert und sauber aufgebaut, wodurch sie auch in Reihen oder Formalbeeten gut zur Geltung kommt.
  • Durchschnittliche Höhe und Breite: Unter normalen Bedingungen erreicht der Herzblättriger Blütenkohl eine Höhe von etwa 40–70 cm und eine Breite von rund 40–60 cm. Diese Angaben sind Richtwerte und können je nach Sorte, Standort und Pflege abweichen. Im Kübel bleibt er meist etwas kompakter als im Freiland.
  • Blattwerk: Die Blätter sind typisch für Kohlgewächse: relativ groß, je nach Typ eher glatt oder leicht gewellt, mit fester, aber nicht zu derber Textur. Farblich dominieren Grüntöne; je nach Sorte sind Nuancen von hell- bis mittelgrün möglich. Der innere, herzförmige Bereich wirkt dichter und feiner aufgebaut als die äußeren Blätter, was den besonderen Charakter dieser Pflanze ausmacht.
  • Blüte und Zierwert: Der hauptsächliche Zierwert liegt im kompakten, herzförmigen Aufbau der Pflanzenmitte. Die eigentlichen Blüten sind, wie bei Kohl typisch, gelblich und eher funktional als dekorativ. In der Gemüsekultur erntet man meist, bevor der Blütenstand voll ausgereift ist, damit der zarte, innere Teil der Pflanze in Küche und Speisekammer optimal genutzt werden kann.
  • Wachstumsgeschwindigkeit: Herzblättriger Blütenkohl wächst zügig, aber nicht extrem schnell. Rechnen Sie – je nach Pflanztermin und Witterung – mit einer Kulturdauer von mehreren Monaten vom Einpflanzen der Jungpflanze bis zur Ernte des herzförmigen Innenbereiches. Eine genaue Anzahl an Tagen ist sorten- und standortabhängig; eine grobe Orientierung: deutlich kürzer als bei langlebigen Stauden, aber länger als bei klassischem Blattsalat.
  • Winterhärte und Verhalten bei Frost: Als Kohlgewächs ist Herzblättriger Blütenkohl mäßig frosttolerant. Kurzzeitige, leichte Fröste können je nach Entwicklungsstadium toleriert werden, starke und längere Frostphasen schädigen jedoch das Laub und vor allem den empfindlichen Herzbereich. Die Pflanze ist eher für die Kultur in der frostfreien Jahreszeit konzipiert. In Regionen mit strengem Winter sollte sie rechtzeitig abgeerntet sein oder zumindest mit Vlies geschützt werden.
  • Toleranz gegenüber Trockenheit und Feuchtigkeit: Herzblättriger Blütenkohl mag einen gleichmäßig frischen, leicht feuchten Boden. Kurze Trockenphasen werden meist überstanden, beeinträchtigen aber Wuchs und Qualität des Herzbereichs. Zu starke, anhaltende Trockenheit führt zu Wachstumsstockungen, faserigen Blättern und erhöhter Anfälligkeit für Schädlinge. Staunässe ist noch problematischer: Sie kann Wurzelfäulnis fördern und die Pflanzen stark schwächen. Eine gleichmäßige, aber nicht übertriebene Wasserversorgung ist daher entscheidend.
  • Kultur im Freiland oder im Topf: Die Kultur im Freiland ist für Herzblättriger Blütenkohl meist die erste Wahl, weil der Wurzelraum groß genug ist und sich Feuchtigkeit besser regulieren lässt. Eine Kultur im Topf oder Hochbeet ist möglich, erfordert aber ausreichend große Gefäße mit guter Tiefe und nährstoffreichem Substrat. In Gefäßen muss deutlich häufiger gegossen und gedüngt werden, um Unterversorgung zu vermeiden.

Der richtige Standort für ein gutes Ergebnis

Herzblättriger Blütenkohl bevorzugt einen hellen, warmen Platz. Am besten eignet sich ein Standort in voller Sonne oder mit nur leichter, zeitweiliger Beschattung. Je mehr Licht die Pflanze erhält, desto kräftiger und kompakter bleibt der Wuchs, und desto besser kann sie den zentralen, herzförmigen Bereich entwickeln.

Beim Boden ist ein tiefgründiger, humoser, gut durchlässiger Gartenboden ideal. Er sollte Nährstoffe gut halten, aber nicht zur Staunässe neigen. Sehr sandige Böden können mit Kompost oder gut verrottetem organischem Material verbessert werden, während schwere Lehmböden von einer Auflockerung mit Sand, Kompost und – bei Bedarf – leicht erhöhten Beeten profitieren. Ein neutraler bis leicht kalkhaltiger Boden wird meist gut vertragen; extrem saure Böden sind eher ungünstig.

Gegenüber Wind ist Herzblättriger Blütenkohl mäßig empfindlich. Normaler Wind im Garten ist in Ordnung. Dauerhaft starke, kalte Winde können jedoch das Laub austrocknen, die Blätter beschädigen und die Pflanzen lockern. In sehr zugigen Lagen empfiehlt sich ein leichter Windschutz, etwa durch eine Hecke, ein Gartenvlies oder die Pflanzung neben höheren Kulturen.

Der Pflanzabstand sollte so gewählt werden, dass die Pflanzen sich nicht gegenseitig bedrängen. Als Orientierung sind 40–50 cm Abstand zwischen den Pflanzen und 40–60 cm Reihenabstand sinnvoll. In kleineren Gärten oder Hochbeeten dürfen die Abstände etwas enger gewählt werden, solange noch ausreichend Licht und Luft an die Pflanzen kommt. Zu enger Stand fördert Pilzkrankheiten, mindert die Herzbildung und erschwert die Pflege.

Auf Balkon oder Terrasse ist Herzblättriger Blütenkohl in großen Kübeln oder Hochbeeten gut denkbar. Wählen Sie ein Gefäß mit mindestens 25–30 cm Tiefe und ausreichend Durchmesser, damit sich der Wurzelballen entwickeln kann. Die Drainage ist hier besonders wichtig; ein Abflussloch und eine Schicht groben Materials im Topfboden beugen Staunässe vor.

Häufige Fehler lassen sich vermeiden, wenn Sie Folgendes beachten:

  • kein dauerhaft schattiger Standort – das führt zu weichem, instabilem Wuchs und schwachen Herzen,
  • keine schweren, nassen Böden ohne Drainage – dies begünstigt Wurzelprobleme,
  • Pflanzen nicht zu dicht setzen – Luftzirkulation ist wichtig,
  • nicht direkt neben alten Kohlbeeten ohne Pause pflanzen – Fruchtfolge reduziert Krankheitsdruck.

Pflanzung Schritt für Schritt

1. Geeigneter Pflanzzeitpunkt

Der ideale Pflanztermin für Herzblättriger Blütenkohl liegt in der frostarmen Zeit. Je nach Region und Witterung können Sie nach den letzten stärkeren Frösten beginnen. In milden Lagen ist eine frühere Pflanzung möglich, in raueren Gegenden ist es sinnvoll, etwas später zu starten. Für sehr genaue Datumsangaben sind regionale Erfahrungen entscheidend; orientieren Sie sich im Zweifel an anderen Kohlkulturen in Ihrer Umgebung.

2. Vorbereitung von Boden oder Gefäß

Lockern Sie den Boden im Beet mindestens spatenstichtief, besser etwas tiefer. Entfernen Sie sorgfältig Unkraut, alte Wurzelreste und Steine. Arbeiten Sie reifen Kompost oder einen geeigneten organischen Dünger in die obere Bodenschicht ein. So schaffen Sie ein Nährstoffpolster für den Start.

Im Kübel oder Hochbeet verwenden Sie eine hochwertige, stabile Gemüseerde oder eine Mischung aus Gartenerde, Kompost und etwas Sand. Achten Sie auf ein Abflussloch und eine Drainageschicht (z. B. Blähton, grober Kies), damit überschüssiges Wasser ablaufen kann.

3. Einpflanzen

Stellen Sie die Jungpflanzen vor dem Einpflanzen für einige Stunden in den Schatten, damit sie sich vom Versand erholen. Graben Sie Pflanzlöcher, die etwas größer sind als der Wurzelballen. Setzen Sie den Herzblättriger Blütenkohl so tief, dass der Wurzelballen vollständig im Boden verschwindet, aber das Herz der Pflanze klar über der Erdoberfläche bleibt. Drücken Sie die Erde rund um die Pflanze kräftig, aber vorsichtig an, um Hohlräume zu vermeiden und einen guten Bodenkontakt zu gewährleisten.

4. Angießen nach der Pflanzung

Gießen Sie jede Pflanze nach dem Setzen gründlich an. Ziel ist, den Wurzelbereich vollständig durchfeuchtet zu haben, ohne Staunässe zu erzeugen. In den ersten Tagen nach der Pflanzung darf der Boden nicht austrocknen, da die Pflanzen jetzt besonders empfindlich auf Wassermangel reagieren.

5. Beobachtung in den ersten Wochen

Kontrollieren Sie in den ersten ein bis zwei Wochen regelmäßig, ob sich die Blätter straff halten oder schlaff wirken. Hängende Blätter deuten meist auf zu wenig Wasser oder zu starke Sonneneinstrahlung direkt nach dem Pflanzen hin. In diesem Fall kann zeitweiser leichten Schatten (z. B. mit Vlies) helfen. Achten Sie zusätzlich auf Schnecken und andere Schädlinge, die junge Kohlpflanzen gerne anknabbern. Frühzeitiges Eingreifen schützt die noch zarte Herzbildung.

Pflege und Entwicklung im Jahresverlauf

Frühling: Im Frühjahr geht es vor allem um Etablierung und Wurzelbildung. Halten Sie den Boden locker und weitgehend unkrautfrei, damit Herzblättriger Blütenkohl nicht in Konkurrenz zu anderen Pflanzen gerät. Eine erste, vorsichtige Nachdüngung mit einem ausgewogenen Gemüsedünger kann sinnvoll sein, sobald die Pflanzen deutlich angewachsen sind. Achten Sie darauf, nicht direkt an den Stängel zu düngen, sondern den Dünger leicht eingearbeitet im Wurzelbereich zu platzieren.

Sommer: Im Sommer stehen Wachstum und Herzbildung im Vordergrund. Der Wasserbedarf ist jetzt am größten. Gießen Sie lieber seltener und dafür durchdringend, anstatt täglich nur oberflächlich zu befeuchten. Mulchen Sie den Boden rund um die Pflanzen mit Rasenschnitt, Stroh oder feinem Häckselgut, um Verdunstung zu reduzieren und die Bodentemperatur auszugleichen. Achten Sie auf Blattschäden, Fraßspuren oder Verfärbungen – sie sind oft erste Hinweise auf Schädlinge oder Nährstoffmangel.

Herbst: Je nach Pflanztermin und Sorte kann der Herbst die Haupt-Erntezeit sein. Der innere Herzbereich wirkt jetzt besonders kompakt und ausgebildet. Schneiden Sie die Pflanzen mit einem scharfen Messer so, dass der nutzbare Herzteil sauber abgetrennt wird. Wer etwas Erfahrung hat, erkennt den richtigen Erntezeitpunkt daran, dass der Herzbereich noch fest, aber nicht mehr sehr locker wirkt. Achten Sie auf herbstliche Nässe: Übermäßig lange feuchte Blätter und kalte Böden können Pilzprobleme fördern.

Winter: In den meisten Regionen Mitteleuropas ist Herzblättriger Blütenkohl nicht als überwinternde Kultur geplant. Wenn die Pflanzen noch im Spätherbst stehen, kann ein leichter Vliesschutz bei Kälteeinbrüchen sinnvoll sein. Wird starker Frost erwartet, sollten die verbliebenen Pflanzen möglichst vollständig geerntet werden, um Qualitätsverluste zu vermeiden. Im Anschluss empfiehlt sich das Entfernen von Pflanzenresten aus dem Beet, um Krankheiten und Schädlinge nicht in die nächste Saison zu übertragen.

Tatsächlicher Pflegeaufwand: Rechnen Sie mit einem mittleren Pflegeaufwand. Im Vergleich zu extrem pflegeleichten Kulturen wie manchen Kräutern oder robusten Blattsalaten verlangt Herzblättriger Blütenkohl mehr Aufmerksamkeit, insbesondere was Wasser, Düngung und Schädlingskontrolle angeht. Der Zeitbedarf bleibt dennoch überschaubar, wenn Sie die Pflegearbeiten – Gießen, Lockern, Mulchen, Kontrollen – in die üblichen Gartenroutinen integrieren.

Stressanzeichen und Gegenmaßnahmen:

  • Hängende, weiche Blätter bei Trockenheit: gründlich wässern und Boden mulchen.
  • Gelbliche Blätter und stagnierender Wuchs: vorsichtig nachdüngen, Nährstoffversorgung prüfen.
  • Verzerrte oder stark angefressene Blätter: auf Schädlinge kontrollieren und gegebenenfalls mechanisch oder mit zugelassenen Mitteln regulieren.
  • Braune, faulige Wurzelbereiche oder ständig nasser Boden: Drainage verbessern, weniger gießen, eventuell Standort anpassen.

Einsatzmöglichkeiten und Kombinationen

Im Garten: Im klassischen Gemüsegarten lässt sich Herzblättriger Blütenkohl gut in Reihen pflanzen. Dank seines kompakten, aber deutlich strukturierten Wuchses eignet er sich auch für leicht formale Beete, in denen Gemüsekulturen bewusst gestaltet werden. Er kann in Mischkulturen mit anderen, nicht-kohligernden Gemüsen kombiniert werden, sofern der Nährstoffbedarf berücksichtigt wird.

Auf Terrasse oder Balkon: In ausreichend großen Gefäßen kann Herzblättriger Blütenkohl auch auf Terrasse oder Balkon zu einem markanten Element in der saisonalen Bepflanzung werden. In Kübeln wirkt er oft wie eine kräftige Strukturpflanze, die optisch zwischen blühenden Zierpflanzen und anderen Nutzpflanzen vermittelt. Eine Kombination mit niedrig wachsenden Kräutern oder essbaren Blütenpflanzen kann sowohl optisch als auch kulinarisch reizvoll sein.

Im Beet: In gemischten Beeten, in denen Nutz- und Zierpflanzen zusammenstehen, kann der Herzblättriger Blütenkohl ein interessanter Blickfang sein. Er bringt Struktur und eine andere Blatttextur ins Bild. In der Nähe von niedrigen Ringelblumen, Tagetes oder lockeren Staudenfütterungen entsteht ein abwechslungsreiches, aber dennoch harmonisches Gesamtbild. Wer schon Erfahrung mit Blühende Gartenstauden hat, kann diese optische Erfahrung gut nutzen, um dem Kohl einen passenden „Rahmen“ zu geben.

Hecke oder Solitärpflanze: Als Hecke im klassischen Sinne ist Herzblättriger Blütenkohl weniger geeignet, da er eine einjährige bzw. saisonale Kultur ist und keine dichte, dauerhafte Struktur bildet. Einzelpflanzen oder kleine Gruppen können jedoch als Solitäre im Gemüsebeet gesetzt werden, um bewusst Akzente zu setzen. Gerade in Hochbeeten wirkt eine einzelne, kräftig wachsende Pflanze oft sehr markant.

Sinnvolle Pflanzenkombinationen:

  • mit flachwurzelnden Salaten, die den Raum zwischen den Kohlpflanzen in der Anfangsphase gut nutzen,
  • mit niedrigem, blühendem Begleitgrün wie Ringelblumen oder Tagetes, die zusätzlich Nützlinge anziehen,
  • mit Kräutern wie Dill oder Fenchel in etwas Abstand, um Duftvielfalt und Nützlingsförderung zu unterstützen (Abstände beachten, damit es keine Konkurrenz gibt).

Situationen, in denen diese Pflanze nicht empfehlenswert ist:

  • Sehr kleine Balkonkästen ohne ausreichende Tiefe – hier fehlt schlicht der Wurzelraum.
  • Gärten, in denen bereits mehrere Jahre hintereinander Kohlgewächse im gleichen Beet standen – das Risiko von Bodenkrankheiten steigt deutlich.
  • Standorte mit dauerhaft nassem, schlecht drainiertem Boden – hier ist die Gefahr von Wurzelfäule hoch.
  • Wenn keinerlei Zeit für regelmäßige Kontrollen auf Schädlinge vorhanden ist – Kohl braucht zumindest ein Mindestmaß an Überwachung.

Wichtige Hinweise und Grenzen

Als Kohlgewächs ist Herzblättriger Blütenkohl nicht frei von Risiken. Einige Krankheiten und Schädlinge können auftreten, wenn die Bedingungen ungünstig sind oder Fruchtfolgeregeln nicht beachtet werden.

Plausible Krankheiten:

  • Pilzliche Wurzel- und Stängelerkrankungen, die bei Staunässe und schlecht drainierten Böden begünstigt werden,
  • blattbezogene Pilzinfektionen bei dauerhaft feuchter Witterung und enger Pflanzung,
  • Bodenbedingte Krankheiten, die sich bei fehlender Fruchtfolge in Kohlbeeten aufbauen können.

Schädlinge:

  • Raupen verschiedener Schmetterlinge, die Blätter anfressen und bei starkem Befall den Herzbereich beeinträchtigen,
  • Blattläuse, die an jungen Trieben und Blättern saugen,
  • Schnecken, die frisch gepflanzte Jungpflanzen und zarte Blätter besonders gerne beschädigen.

Bedingungen, die Probleme begünstigen:

  • Monokultur von Kohl am selben Standort über mehrere Jahre hinweg,
  • schwerer, nasser Boden ohne ausreichende Lockerung,
  • dichte Pflanzung, die keine Luftbewegung zulässt,
  • fehlende Kontrolle in kritischen Wetterphasen (feucht-warm, Übergangsjahreszeiten).

Realistische Präventionsmaßnahmen:

  • Fruchtfolge einhalten und Kohl nur alle paar Jahre auf demselben Beet kultivieren,
  • Bodenstruktur regelmäßig verbessern und Staunässe wirksam verhindern,
  • Abstände bei der Pflanzung beachten und Beete nicht überfüllen,
  • Schädlinge frühzeitig erkennen und gegebenenfalls mechanisch entfernen (Absammeln von Raupen, Schneckenschutz),
  • bei Bedarf mit zugelassenen, zielgerichteten Schutzmaßnahmen arbeiten und diese nach Anleitung anwenden.

Wann dieses Produkt keine gute Wahl ist: Wenn Sie einen vollständigen Selbstversorgergarten mit minimalem Aufwand erwarten, ohne sich intensiver mit Boden, Fruchtfolge und Pflanzengesundheit zu befassen, ist Herzblättriger Blütenkohl nur bedingt passend. Ebenfalls weniger geeignet ist er, wenn Ihr Garten regelmäßig unter extremen Wetterbedingungen wie längeren Überflutungen steht oder der Platz so begrenzt ist, dass der empfohlene Pflanzabstand nicht eingehalten werden kann.

Warum diese Pflanze bei Bakker kaufen

Beim Kauf von Herzblättriger Blütenkohl bei Bakker profitieren Sie von einer sorgfältig ausgewählten Ausgangsqualität. Die Jungpflanzen werden so kultiviert, dass sie transportstabil, aber nicht überaltert bei Ihnen ankommen. Das reduziert Ausfälle nach der Pflanzung und erleichtert den Start im eigenen Garten oder Hochbeet.

Der Onlinekauf hat klare praktische Vorteile: Sie wählen bequem von zu Hause aus, können sich in Ruhe informieren und die gewünschte Menge passend zu Ihrer Beetfläche bestellen. Gerade bei Spezialgemüse wie Herzblättriger Blütenkohl ist nicht garantiert, dass lokale Märkte oder Baumärkte jederzeit passende Jungpflanzen führen. Über Bakker erhalten Sie die Pflanzen zeitnah zum geeigneten Pflanzfenster und vermeiden damit Engpässe in der Planung.

Darüber hinaus profitieren Sie von der langjährigen Erfahrung einer auf Pflanzen spezialisierten Online-Gärtnerei. Die Produktauswahl orientiert sich an gärtnerischer Praxis, nicht an kurzfristigen Trends. So bekommen Sie ein Produkt, das in mitteleuropäischen Gärten grundsätzlich gut kultivierbar ist, sofern die genannten Voraussetzungen beachtet werden.

Wenn Sie also ein besonderes, herzförmig strukturiertes Kohlgemüse suchen, das Ihren Gemüsegarten optisch aufwertet und zugleich eine feine, selbst geerntete Zutat für die Küche liefert, ist Herzblättriger Blütenkohl eine lohnende Wahl. Mit den bei Bakker erhältlichen, sorgfältig vorkultivierten Pflanzen, klaren Standortempfehlungen und der realistischen Einschätzung des Pflegeaufwands können Sie Ihre Kultur gut planen – und mit mehr Sicherheit entscheiden, ob diese Spezialität zu Ihrem Garten und zu Ihren Erwartungen passt.

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