Apfel Roter Boskoop Malus domestica boskoop rouge
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"Apfel Roter Boskoop – robuster Klassiker für aromatische Winteräpfel

Der Apfel Roter Boskoop ist ein traditionsreicher, stark aromatischer Winterapfel für alle, die bewusst einen robusten, leicht säuerlichen Apfel mit vielseitiger Verwendung suchen. Er eignet sich besonders für Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner mit Garten oder größerem Kübel, die Wert auf intensiven Geschmack, gute Lagerfähigkeit und eine solide, bewährte Sorte legen – auch wenn dafür etwas mehr Pflege und ein gut gewählter Standort nötig sind. Die Früchte sind ideal zum Backen, für Kompott, Mus und als Tafelapfel für alle, die ein kräftiges Aroma schätzen.

Was Sie konkret kaufen

Mit dem Apfel Roter Boskoop erwerben Sie bei Bakker einen Apfelbaum einer alten, bewährten Sorte, die für ihren kräftigen, säuerlich-würzigen Geschmack bekannt ist. Je nach angebotener Variante erhalten Sie in der Regel eine veredelte Jungpflanze auf einer geeigneten Unterlage. Das bedeutet: Die Sorte Roter Boskoop ist auf eine Wurzelunterlage gepfropft, die Wuchs, Endhöhe und Standfestigkeit beeinflusst. So erhalten Sie einen Baum, der für Hausgärten gut beherrschbar bleibt und bei richtiger Pflege zuverlässig trägt.

Der Hauptverwendungszweck dieser Sorte liegt im aromatischen Genuss der Früchte ab dem Spätherbst und Winter. Roter Boskoop gilt als ausgezeichneter Koch- und Backapfel, da er beim Erhitzen gut zerfällt und ein feines, aromatisches Mus bildet. Gleichzeitig eignet er sich – voll ausgereift – auch als Tafelapfel, insbesondere für Liebhaber eher säuerlicher Äpfel. Im E-Commerce-Sortiment von Bakker grenzt sich diese Sorte klar von mild-süßen Dessertäpfeln ab: Sie wählen hier bewusst einen kräftigen, rustikalen Apfel mit traditionellem Charakter statt einen modernen, extrem süßen Snackapfel.

Als Online-Gärtnerei liefert Bakker den Apfel Roter Boskoop so, dass er nach dem Auspacken mit wenigen Handgriffen fachgerecht gepflanzt werden kann. Sie erhalten eine konkrete, sortenechte Pflanze, keinen anonymen „Standardapfel“. Das ist wichtig, wenn Sie gezielt einen klassischen Winterapfel mit sehr gutem Kochwert suchen.

Wesentliche Eigenschaften
  • Wuchsform und Erscheinungsbild: Der Apfel Roter Boskoop bildet einen mittelstarken bis starken, eher breitkronigen Baum. Die Krone entwickelt sich mit den Jahren locker bis ausladend, oft mit etwas überhängenden Fruchtästen. Insgesamt wirkt der Baum robust und kräftig, weniger „zierlich“ als moderne Spindelobstsorten. Die Rinde ist im Alter graubraun, junge Triebe sind oft leicht rötlich überlaufen.
  • Durchschnittliche Höhe und Breite: Die Endhöhe hängt von der Unterlage ab. Auf schwächer wachsenden Unterlagen ist im Hausgarten meist mit etwa 2,5–3,5 m Höhe zu rechnen, auf mittelstarken Unterlagen eher mit 3–4,5 m. Die Breite der Krone kann sich ähnlich entwickeln. Für kleine Gärten ist das noch handhabbar, aber für sehr kleine Höfe oder Mini-Balkone eher ungeeignet.
  • Blattwerk: Die Blätter sind mittel- bis dunkelgrün, leicht oval bis elliptisch mit fein gesägtem Rand. Sie stehen relativ dicht, sodass der Baum im Sommer ein gutes, schattenspendendes Blattdach bildet. Ein gesunder Boskoop zeigt sattgrüne Blätter ohne größere Flecken – Verfärbungen deuten oft auf Pflegefehler oder Krankheiten hin.
  • Blüte und Zierwert: Im Frühjahr erscheinen weiße bis zart rosafarbene Blüten in dichten Dolden. Die Blüte ist für Insekten attraktiv und trägt zur Bestäubung anderer Apfelbäume bei. Der Hauptwert dieser Sorte liegt jedoch nicht im Zierschmuck, sondern klar in den Früchten: große, meist kantige, matt rot bis rotbraun überzogene Äpfel mit rauer Schale und kräftigem Aroma.
  • Früchte und Geschmack: Die Früchte sind relativ groß, oft unregelmäßig geformt, mit fester, eher grober Schale. Das Fruchtfleisch ist zunächst fest und saftig, deutlich säuerlich, mit typischem Boskoop-Aroma. Bei Lagerung wird es etwas weicher und harmonischer im Geschmack. Besonders geschätzt wird die Sorte für Apfelkuchen, Bratäpfel, Apfelmus, Saft und herzhafte Küche.
  • Wachstumsgeschwindigkeit: Roter Boskoop gilt als mittelstark bis stark wachsend. In den ersten Jahren legt der Baum deutlich an Höhe und Breite zu. Der volle Ertrag setzt nicht sofort ein, sondern baut sich allmählich auf. Sie sollten damit rechnen, dass der Baum einige Jahre im Garten steht, bevor er große Erntemengen liefert.
  • Winterhärte und Verhalten bei Frost: Die Sorte ist im Allgemeinen winterhart in Mitteleuropa. Spätfröste zur Blütezeit können jedoch – wie bei vielen Obstbäumen – die Ernte beeinträchtigen, wenn die Blüten erfrieren. In sehr rauen Lagen empfiehlt sich ein etwas geschützter Standort (z.B. vor einer Hauswand), damit der Baum nicht zu früh austreibt oder die Blüte ungeschützt in Kaltluftsenken steht.
  • Toleranz gegenüber Trockenheit und Feuchtigkeit: Roter Boskoop bevorzugt gleichmäßig frische Böden. Kurze Trockenphasen übersteht ein eingewachsener Baum in der Regel, längere Trockenperioden führen allerdings schnell zu kleineren Früchten, vorzeitigem Fruchtfall oder Blattproblemen. Staunässe und dauerhaft nasse, verdichtete Böden werden schlecht vertragen und begünstigen Wurzelkrankheiten. Ein gut drainierter, aber nicht ausgetrockneter Standort ist ideal.
  • Kultur im Freiland: Die Sorte ist vorrangig für die Pflanzung im Freiland gedacht. Ein normaler Hausgarten oder auch eine Obstwiese sind ideal. Für die volle Entfaltung von Krone und Wurzelwerk ist ausreichend Platz nach oben und zur Seite nötig.
  • Kultur im Topf: Eine Kultur im großen Kübel ist möglich, wenn der Baum auf einer schwachwüchsigen Unterlage veredelt und das Gefäß ausreichend groß ist. Dann sind ein durchlässiges, nährstoffreiches Substrat, sehr regelmäßige Bewässerung und Düngung erforderlich. Der Pflegeaufwand im Kübel ist deutlich höher als im Gartenboden. In sehr kalten Wintern sollte der Kübel zusätzlich isoliert werden, um Wurzelschäden zu vermeiden.
Der richtige Standort für ein gutes Ergebnis

Damit der Apfel Roter Boskoop sein volles Potenzial entfalten kann, ist ein sorgfältig ausgewählter Standort entscheidend. Die Sorte belohnt Sie für eine passende Lage mit guter Fruchtqualität und stabilen Erträgen.

Empfohlene Lage: Ein vollsonniger bis leicht absonniger Platz ist ideal. Je mehr Sonne die Früchte erhalten, desto besser entwickeln sich Aroma und Färbung. In schattigen Lagen bleiben die Äpfel meist kleiner, weniger aromatisch und anfälliger für Krankheiten.

Bodentyp: Am besten geeignet sind mittelschwere, humose Gartenböden, die Wasser gut speichern, aber überschüssige Nässe abführen. Ein leicht lehmiger Boden mit eingearbeitetem Kompost ist ideal. Sehr sandige, trockene Böden sollten vor der Pflanzung mit reichlich organischem Material verbessert werden. Stark verdichtete oder tonige Böden profitieren von Sand, Kompost und einer lockeren Struktur.

Empfindlichkeit gegenüber Wind und Staunässe: Roter Boskoop verträgt normalen Wind, allerdings können starke, kalte Winde in der Blütezeit schaden und die Befruchtung beeinträchtigen. Ein halboffener, nicht zugiger Standort ist daher oft besser als eine völlig ungeschützte Fläche. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden – sie führt leicht zu Wurzelschäden, schwächt den Baum und macht ihn anfälliger für Krankheiten.

Notwendiger Pflanzabstand: Planen Sie im Garten je nach Unterlage und Erziehungsform einen Abstand von etwa 3–4 m zu anderen Bäumen ein. So kann sich die Krone frei entwickeln und lässt sich gut schneiden. Zu nahe Pflanzungen führen auf Dauer zu Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe und erschweren Pflege und Ernte.

Balkon- oder Terrassensituation: Für kleinere Flächen ist der Apfel Roter Boskoop nur bedingt geeignet. Auf einem Balkon oder einer Dachterrasse sollte der Baum ausschließlich in einem sehr großen, standfesten Kübel kultiviert werden und möglichst als schwachwüchsige Form vorliegen. Achten Sie darauf, dass der Standort nicht extrem windig ist und sich der Kübel nicht überhitzt. In engen, stark verschatteten Innenhöfen ist die Sorte meist keine gute Wahl.

Häufige Fehler, die zu vermeiden sind:

  • Pflanzung in staunassem oder dauerhaft sehr nassem Boden
  • Standorte mit deutlichem Lichtmangel (z.B. hinter hohen Gebäuden oder Bäumen)
  • Zu geringe Pflanzabstände, die später starkes Zurückschneiden erzwingen
  • Völlig ungeschützte Frostsenken, in denen sich Kaltluft staut
  • Zucht ausschließlicher Solitärstandort ohne passenden Bestäuber in der Nähe – andere Apfelbäume in der Umgebung verbessern die Fruchtbildung deutlich
Pflanzung Schritt für Schritt

Geeigneter Pflanzzeitpunkt: Optimal ist die Pflanzung in der laubfreien Zeit, also im Herbst nach dem Blattfall bis zum zeitigen Frühjahr, solange der Boden frostfrei ist. Herbstpflanzungen haben den Vorteil, dass der Baum vor dem Austrieb im Frühjahr erste Wurzeln bildet und besser einwächst. Containerpflanzen können prinzipiell auch im späten Frühjahr gesetzt werden, müssen dann aber besonders sorgfältig gewässert werden.

Vorbereitung des Bodens oder Gefäßes:

  • Boden im Pflanzbereich tiefgründig lockern (mindestens zwei Spatenstiche tief).
  • Steine, Wurzelreste und stark verdichtete Schichten möglichst entfernen.
  • Reifen Kompost oder gut verrotteten Stallmist (sparsam) einarbeiten, nicht direkt an die Wurzeln legen.
  • Bei schweren Böden groben Sand oder Splitt untermischen, um die Drainage zu verbessern.
  • Für Kübelkultur ein großes, durchlässiges Gefäß mit Wasserabzugslöchern wählen und eine Drainageschicht (z.B. Blähton) einbringen.

Einpflanzen:

  • Das Pflanzloch so groß anlegen, dass die Wurzeln locker ausgebreitet werden können (in der Regel etwa doppelt so breit wie der Wurzelballen).
  • Bei wurzelnackten Pflanzen beschädigte oder zu lange Wurzelenden vorsichtig einkürzen.
  • Den Baum so setzen, dass die Veredlungsstelle (die Verdickung oberhalb der Wurzel) deutlich über dem Erdboden bleibt.
  • Pflanzloch mit der vorbereiteten Erde auffüllen, dabei den Baum leicht rütteln, damit keine Hohlräume bleiben.
  • Die Erde vorsichtig antreten, ohne zu stark zu verdichten.
  • Bei höher wachsenden Bäumen einen stabilen Pfahl einschlagen und den Stamm locker anbinden, damit der Baum nicht im Wind scheuert.

Angießen nach der Pflanzung: Bilden Sie einen Gießrand um den Stamm, damit das Wasser dort bleibt, wo es gebraucht wird. Gießen Sie anschließend gründlich, bis das Pflanzloch vollständig durchfeuchtet ist. In den folgenden Wochen sollte der Boden weder austrocknen noch vernässen – regelmäßiges, kontrolliertes Gießen ist wichtig.

Beobachtung in den ersten Wochen:

  • Achten Sie auf erste Austriebe und eine gleichmäßige Blattbildung.
  • Bei anhaltend trockenem Wetter rechtzeitig nachgießen.
  • Kontrollieren Sie die Stammbefestigung, damit kein Scheuerschaden entsteht.
  • Frisch gepflanzte Bäume sollten im ersten Jahr nicht überlastet werden – übermäßige Blüten und junge Früchte gegebenenfalls reduzieren, damit der Baum seine Kraft in Wurzel- und Kronenaufbau stecken kann.
Pflege und Entwicklung im Jahresverlauf

Der Apfel Roter Boskoop ist keine „Null-Pflege-Pflanze“, aber mit einem realistischen Aufwand gut zu führen. Ein strukturierter Blick durchs Gartenjahr hilft, den Pflegebedarf einzuschätzen.

Frühling:

  • Kontrolle auf Frostschäden und abgestorbene Triebe, diese sauber zurückschneiden.
  • Leichter Erziehungsschnitt, um eine stabile, gut belichtete Krone aufzubauen. Roter Boskoop neigt sonst eher zur Verkahlung im Inneren.
  • Bei Bedarf Startdüngung mit einem organischen Obst- und Beerendünger oder gut verrottetem Kompost.
  • Während der Blüte auf ausreichend Bodenfeuchte achten, um die Fruchtansätze zu unterstützen.

Sommer:

  • Regelmäßig wässern, insbesondere in trockenen Phasen und bei Kübelkultur.
  • Eventuell zu dichte oder steil nach oben wachsende Konkurrenztriebe auslichten, um Licht in die Krone zu bringen.
  • Fruchtbehang prüfen: Sehr starker Ansatz kann zu Brüchen führen und die Fruchtqualität mindern. Gegebenenfalls vorsichtige Ausdünnung, damit die verbleibenden Früchte besser ausreifen.
  • Auf Blattverfärbungen, Flecken oder Schädlingsbefall achten und frühzeitig reagieren.

Herbst:

  • Ernte der Früchte meist im späten Herbst. Der genaue Zeitpunkt hängt von Standort und Witterung ab; die Äpfel sollten gut ausgefärbt und aromatisch sein, aber nicht mehlig.
  • Früchte, die für die Lagerung gedacht sind, vorsichtig pflücken und nur unbeschädigte Exemplare einlagern.
  • Leichte Bodenpflege rund um den Stamm, Laub und Fallobst entfernen, um Krankheitsdruck zu reduzieren.

Winter:

  • In frostarmen Perioden ist Winterschnitt möglich (in manchen Regionen auch eher Spätwinter/Frühjahr). Ziel ist eine stabile, gut belichtete Krone mit tragfähigen Fruchtästen.
  • Stamm bei jungen Bäumen mit einem Stammschutz vor Wildverbiss oder starker Wintersonne schützen, falls nötig.
  • Kübelpflanzen vor Durchfrieren schützen, z.B. durch Umwickeln des Gefäßes mit isolierendem Material.

Tatsächlicher Pflegeaufwand: Rechnen Sie mit jährlich wiederkehrendem Schnitt, gelegentlicher Düngung und bedarfsorientiertem Gießen. Dazu kommt die Kontrolle auf Krankheiten und Schädlinge. Wer möglichst wenig Zeit in Obstbaumpflege investieren möchte, könnte von dieser Sorte überfordert sein. Wer jedoch bereit ist, sich einmal im Jahr bewusst mit Kronenaufbau und Gesundheit des Baumes zu beschäftigen, erhält eine nachhaltige Erntegrundlage.

Stressanzeichen und Gegenmaßnahmen:

  • Gelbe, kleinbleibende Blätter: Oft ein Hinweis auf Nährstoffmangel oder zu nassen Boden. Boden verbessern, maßvoll düngen, Staunässe beseitigen.
  • Vorzeitiger Fruchtfall: Häufig Folge von Trockenstress oder Überlastung. Besser wässern und in kommenden Jahren Ertrag regulieren.
  • Viele kleine Früchte, schwache Triebe: Überbehang oder mangelnde Nährstoffversorgung. Ausdünnung und angepasste Düngung helfen.
  • Blattflecken oder verkrüppelte Blätter: Können auf Pilzkrankheiten oder Schädlinge hindeuten, siehe Hinweise weiter unten.
Einsatzmöglichkeiten und Kombinationen

Im Garten: Der Apfel Roter Boskoop eignet sich hervorragend als Einzelbaum im Rasen, als Teil einer kleinen Obstwiese oder als strukturgebender Obstbaum im Familiengarten. Durch seine kräftige Wuchsform bietet er im Sommer etwas Schatten und im Herbst eine ergiebige Ernte.

Auf Terrasse oder Balkon: Nur für große, stabile Terrassen mit ausreichend Platz sinnvoll. Hier sollte der Baum in einem großen Kübel gehalten und regelmäßig geschnitten werden, damit er nicht zu groß wird. Tägliche Aufmerksamkeit für Wasserbedarf ist dann Pflicht.

Im Beet: Ein Platz am Rand eines Gemüse- oder Staudenbeetes ist gut möglich, sofern der Kronenraum langfristig eingeplant wird. Unterpflanzungen mit flachwurzelnden, nicht zu konkurrenzstarken Stauden oder Kräutern sind denkbar, sollten aber die Baumscheibe im Wurzelbereich nicht komplett verdrängen.

Als Solitärpflanze: Roter Boskoop wirkt als einzelner Obstbaum sehr schön, allerdings ist für eine sichere Befruchtung ein weiterer Apfelbaum in der Nähe von Vorteil. Das kann der eigene Garten oder ein Baum im Nachbargarten sein, der zur gleichen Zeit blüht.

Sinnvolle Pflanzenkombinationen:

  • Andere Apfelbäume mit ähnlicher Blütezeit als Bestäuber, z.B. klassische Gartensorten mit kompatibler Blüte.
  • Unterpflanzungen mit robusten Kräutern wie Schnittlauch, Borretsch oder Ringelblumen, die gleichzeitig Insekten anlocken und den Boden bedecken.
  • Beerensträucher im weiteren Umfeld, mit ausreichend Abstand, um die Wurzeln nicht zu stark zu konkurrieren.

Situationen, in denen diese Pflanze nicht empfehlenswert ist:

  • Sehr kleine Stadtbalkone ohne Platz für einen größeren Kübel und ohne direkte Sonne.
  • Extrem schattige Innenhöfe, in denen ganztägig kaum Sonnenlicht ankommt.
  • Gärten mit dauerhaft nassem Untergrund oder hohem Grundwasserstand direkt unter der Oberfläche.
  • Wenn Sie ausschließlich sehr süße, milde Tafeläpfel bevorzugen und keine Verwendung für Koch- oder Backäpfel haben.
  • Wenn Sie keine Zeit oder Bereitschaft für regelmäßigen Schnitt und grundlegende Obstbaumpflege mitbringen.
Wichtige Hinweise und Grenzen

Der Apfel Roter Boskoop ist robust, aber nicht frei von typischen Obstbaumproblemen. Ein realistischer Blick auf mögliche Krankheiten und Schädlinge hilft, Enttäuschungen zu vermeiden.

Plausible Krankheiten:

  • Apfelschorf: Eine häufige Pilzkrankheit, die dunkle Flecken auf Blättern und Früchten verursacht. Feucht-warme Witterung, schlechte Durchlüftung der Krone und liegengebliebenes, befallenes Laub begünstigen das Auftreten.
  • Mehltau: Weißlicher Belag auf jungen Trieben und Blättern. Besonders bei dichter Krone und trockener, warmer Witterung kann das auftreten.
  • Blattfleckenkrankheiten: Unterschiedliche Pilzerreger können fleckige, vorzeitig fallende Blätter verursachen, insbesondere bei anhaltend feuchtem Wetter.

Typische Schädlinge:

  • Blattläuse: Saugen an jungen Trieben, rollen Blätter ein und schwächen die Neutriebe. Oft von Ameisen „betreut“.
  • Apfelwickler (Maden im Apfel): Raupen, die in die Früchte bohren und Fraßgänge hinterlassen. Befallene Früchte fallen oft frühzeitig ab.
  • Spinnmilben oder andere kleine Sauger: Insbesondere in trockenen, heißen Phasen möglich, erkennbar an punktierten Blättern und feinen Gespinsten.

Bedingungen, die Probleme begünstigen:

  • Dauerhaft feuchte, schlecht durchlüftete Standorte (höheres Risiko für Pilzkrankheiten).
  • Sehr dichte, ungepflegte Kronen ohne regelmäßigen Schnitt.
  • Starke Nährstoffungleichgewichte (zu viel Stickstoff, zu wenig Kalium) können die Anfälligkeit erhöhen.
  • Große Bestände ohne regelmäßige Entfernung von Fallobst und befallenem Laub.

Realistische Präventionsmaßnahmen:

  • Jährlicher, maßvoller Schnitt zur guten Belichtung und Durchlüftung der Krone.
  • Entfernen von Fallobst und krankem Laub im Herbst, um den Infektionsdruck zu senken.
  • Bedarfsgerechte Düngung mit überwiegend organischen Düngern, keine Überdüngung mit reinem Stickstoff.
  • Regelmäßige Kontrolle im Jahresverlauf, um erste Anzeichen von Befall frühzeitig zu bemerken.
  • Ggf. Einsatz mechanischer oder biologischer Maßnahmen (z.B. Leimringe gegen Ameisen und manche Schädlinge), soweit im privaten Garten zulässig und praktikabel.

Wann dieses Produkt keine gute Wahl ist: Wenn Sie einen pflegefreien Zierbaum ohne Schnitt, ohne Fruchternte und ohne Risiko von Obstbaumkrankheiten suchen, ist der Apfel Roter Boskoop nicht das passende Produkt. Auch wenn Sie keinen Platz für einen Baum mit mittlerer bis größerer Krone haben oder ausschließlich süße Dessertäpfel bevorzugen, sollten Sie eher eine andere Sorte wählen.

Warum diese Pflanze bei Bakker kaufen

Mit dem Apfel Roter Boskoop von Bakker entscheiden Sie sich für eine gezielt ausgewählte Sorte, die sich in Hausgärten bewährt hat. Der Onlinekauf erspart Ihnen das mühsame Suchen nach sortenechten Pflanzen im stationären Handel und das Transportproblem eines jungen Obstbaumes. Sie erhalten die Ware bequem nach Hause geliefert und können sie in Ruhe an der passenden Stelle im Garten einpflanzen.

Bakker legt Wert auf eine sorgfältige Auswahl der Sorten und eine fachgerechte Aufzucht. So erhalten Sie einen Baum, der bei richtiger Pflanzung und Pflege das Potenzial für viele Jahre Ertrag mitbringt. Gleichzeitig finden Sie im Sortiment passende Ergänzungen, zum Beispiel andere Apfelsorten als Bestäuber, Unterpflanzungen oder geeignete Dünger, sodass Sie Ihr Obstprojekt aus einer Hand planen können.

Wenn Sie einen charakterstarken, traditionellen Apfel mit bester Eignung als Koch- und Backapfel suchen und bereit sind, regelmäßig zu schneiden, zu wässern und die Gesundheit Ihres Baumes im Blick zu behalten, ist der Apfel Roter Boskoop eine stimmige Wahl. Bestellen Sie Ihren Baum bei Bakker online, planen Sie den Standort bewusst ein – und legen Sie damit den Grundstein für viele Jahre eigener, aromatischer Ernten von Äpfel aus dem eigenen Garten.

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Apfel Roter Boskoop Malus domestica boskoop rouge

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Sichere Bezahlung

3x oder 4x Zahlung ohne zusätzliche Kosten mit Klarna und Paypal

Mehr als 75 Jahre Erfahrung

Geprüfte Kundenrezensionen ★★★★☆

Kundenservice zu Ihren Diensten

Spezifikationen
Blüte: April
Art des Klimas: Milder Ozean
Bewässerungshäufigkeit: Mäßig
Pflanzabstand: 1 - 1.50 m
Pflanzzeit: Februar - Mai, Oktober - Dezember
Wachstumshöhe: 2 m
Zeitraum der Ernte: November - Dezember
Beschreibung
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Apfel Roter Boskoop – robuster Klassiker für aromatische Winteräpfel

Der Apfel Roter Boskoop ist ein traditionsreicher, stark aromatischer Winterapfel für alle, die bewusst einen robusten, leicht säuerlichen Apfel mit vielseitiger Verwendung suchen. Er eignet sich besonders für Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner mit Garten oder größerem Kübel, die Wert auf intensiven Geschmack, gute Lagerfähigkeit und eine solide, bewährte Sorte legen – auch wenn dafür etwas mehr Pflege und ein gut gewählter Standort nötig sind. Die Früchte sind ideal zum Backen, für Kompott, Mus und als Tafelapfel für alle, die ein kräftiges Aroma schätzen.

Was Sie konkret kaufen

Mit dem Apfel Roter Boskoop erwerben Sie bei Bakker einen Apfelbaum einer alten, bewährten Sorte, die für ihren kräftigen, säuerlich-würzigen Geschmack bekannt ist. Je nach angebotener Variante erhalten Sie in der Regel eine veredelte Jungpflanze auf einer geeigneten Unterlage. Das bedeutet: Die Sorte Roter Boskoop ist auf eine Wurzelunterlage gepfropft, die Wuchs, Endhöhe und Standfestigkeit beeinflusst. So erhalten Sie einen Baum, der für Hausgärten gut beherrschbar bleibt und bei richtiger Pflege zuverlässig trägt.

Der Hauptverwendungszweck dieser Sorte liegt im aromatischen Genuss der Früchte ab dem Spätherbst und Winter. Roter Boskoop gilt als ausgezeichneter Koch- und Backapfel, da er beim Erhitzen gut zerfällt und ein feines, aromatisches Mus bildet. Gleichzeitig eignet er sich – voll ausgereift – auch als Tafelapfel, insbesondere für Liebhaber eher säuerlicher Äpfel. Im E-Commerce-Sortiment von Bakker grenzt sich diese Sorte klar von mild-süßen Dessertäpfeln ab: Sie wählen hier bewusst einen kräftigen, rustikalen Apfel mit traditionellem Charakter statt einen modernen, extrem süßen Snackapfel.

Als Online-Gärtnerei liefert Bakker den Apfel Roter Boskoop so, dass er nach dem Auspacken mit wenigen Handgriffen fachgerecht gepflanzt werden kann. Sie erhalten eine konkrete, sortenechte Pflanze, keinen anonymen „Standardapfel“. Das ist wichtig, wenn Sie gezielt einen klassischen Winterapfel mit sehr gutem Kochwert suchen.

Wesentliche Eigenschaften

  • Wuchsform und Erscheinungsbild: Der Apfel Roter Boskoop bildet einen mittelstarken bis starken, eher breitkronigen Baum. Die Krone entwickelt sich mit den Jahren locker bis ausladend, oft mit etwas überhängenden Fruchtästen. Insgesamt wirkt der Baum robust und kräftig, weniger „zierlich“ als moderne Spindelobstsorten. Die Rinde ist im Alter graubraun, junge Triebe sind oft leicht rötlich überlaufen.
  • Durchschnittliche Höhe und Breite: Die Endhöhe hängt von der Unterlage ab. Auf schwächer wachsenden Unterlagen ist im Hausgarten meist mit etwa 2,5–3,5 m Höhe zu rechnen, auf mittelstarken Unterlagen eher mit 3–4,5 m. Die Breite der Krone kann sich ähnlich entwickeln. Für kleine Gärten ist das noch handhabbar, aber für sehr kleine Höfe oder Mini-Balkone eher ungeeignet.
  • Blattwerk: Die Blätter sind mittel- bis dunkelgrün, leicht oval bis elliptisch mit fein gesägtem Rand. Sie stehen relativ dicht, sodass der Baum im Sommer ein gutes, schattenspendendes Blattdach bildet. Ein gesunder Boskoop zeigt sattgrüne Blätter ohne größere Flecken – Verfärbungen deuten oft auf Pflegefehler oder Krankheiten hin.
  • Blüte und Zierwert: Im Frühjahr erscheinen weiße bis zart rosafarbene Blüten in dichten Dolden. Die Blüte ist für Insekten attraktiv und trägt zur Bestäubung anderer Apfelbäume bei. Der Hauptwert dieser Sorte liegt jedoch nicht im Zierschmuck, sondern klar in den Früchten: große, meist kantige, matt rot bis rotbraun überzogene Äpfel mit rauer Schale und kräftigem Aroma.
  • Früchte und Geschmack: Die Früchte sind relativ groß, oft unregelmäßig geformt, mit fester, eher grober Schale. Das Fruchtfleisch ist zunächst fest und saftig, deutlich säuerlich, mit typischem Boskoop-Aroma. Bei Lagerung wird es etwas weicher und harmonischer im Geschmack. Besonders geschätzt wird die Sorte für Apfelkuchen, Bratäpfel, Apfelmus, Saft und herzhafte Küche.
  • Wachstumsgeschwindigkeit: Roter Boskoop gilt als mittelstark bis stark wachsend. In den ersten Jahren legt der Baum deutlich an Höhe und Breite zu. Der volle Ertrag setzt nicht sofort ein, sondern baut sich allmählich auf. Sie sollten damit rechnen, dass der Baum einige Jahre im Garten steht, bevor er große Erntemengen liefert.
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Damit der Apfel Roter Boskoop sein volles Potenzial entfalten kann, ist ein sorgfältig ausgewählter Standort entscheidend. Die Sorte belohnt Sie für eine passende Lage mit guter Fruchtqualität und stabilen Erträgen.

Empfohlene Lage: Ein vollsonniger bis leicht absonniger Platz ist ideal. Je mehr Sonne die Früchte erhalten, desto besser entwickeln sich Aroma und Färbung. In schattigen Lagen bleiben die Äpfel meist kleiner, weniger aromatisch und anfälliger für Krankheiten.

Bodentyp: Am besten geeignet sind mittelschwere, humose Gartenböden, die Wasser gut speichern, aber überschüssige Nässe abführen. Ein leicht lehmiger Boden mit eingearbeitetem Kompost ist ideal. Sehr sandige, trockene Böden sollten vor der Pflanzung mit reichlich organischem Material verbessert werden. Stark verdichtete oder tonige Böden profitieren von Sand, Kompost und einer lockeren Struktur.

Empfindlichkeit gegenüber Wind und Staunässe: Roter Boskoop verträgt normalen Wind, allerdings können starke, kalte Winde in der Blütezeit schaden und die Befruchtung beeinträchtigen. Ein halboffener, nicht zugiger Standort ist daher oft besser als eine völlig ungeschützte Fläche. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden – sie führt leicht zu Wurzelschäden, schwächt den Baum und macht ihn anfälliger für Krankheiten.

Notwendiger Pflanzabstand: Planen Sie im Garten je nach Unterlage und Erziehungsform einen Abstand von etwa 3–4 m zu anderen Bäumen ein. So kann sich die Krone frei entwickeln und lässt sich gut schneiden. Zu nahe Pflanzungen führen auf Dauer zu Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe und erschweren Pflege und Ernte.

Balkon- oder Terrassensituation: Für kleinere Flächen ist der Apfel Roter Boskoop nur bedingt geeignet. Auf einem Balkon oder einer Dachterrasse sollte der Baum ausschließlich in einem sehr großen, standfesten Kübel kultiviert werden und möglichst als schwachwüchsige Form vorliegen. Achten Sie darauf, dass der Standort nicht extrem windig ist und sich der Kübel nicht überhitzt. In engen, stark verschatteten Innenhöfen ist die Sorte meist keine gute Wahl.

Häufige Fehler, die zu vermeiden sind:

  • Pflanzung in staunassem oder dauerhaft sehr nassem Boden
  • Standorte mit deutlichem Lichtmangel (z.B. hinter hohen Gebäuden oder Bäumen)
  • Zu geringe Pflanzabstände, die später starkes Zurückschneiden erzwingen
  • Völlig ungeschützte Frostsenken, in denen sich Kaltluft staut
  • Zucht ausschließlicher Solitärstandort ohne passenden Bestäuber in der Nähe – andere Apfelbäume in der Umgebung verbessern die Fruchtbildung deutlich

Pflanzung Schritt für Schritt

Geeigneter Pflanzzeitpunkt: Optimal ist die Pflanzung in der laubfreien Zeit, also im Herbst nach dem Blattfall bis zum zeitigen Frühjahr, solange der Boden frostfrei ist. Herbstpflanzungen haben den Vorteil, dass der Baum vor dem Austrieb im Frühjahr erste Wurzeln bildet und besser einwächst. Containerpflanzen können prinzipiell auch im späten Frühjahr gesetzt werden, müssen dann aber besonders sorgfältig gewässert werden.

Vorbereitung des Bodens oder Gefäßes:

  • Boden im Pflanzbereich tiefgründig lockern (mindestens zwei Spatenstiche tief).
  • Steine, Wurzelreste und stark verdichtete Schichten möglichst entfernen.
  • Reifen Kompost oder gut verrotteten Stallmist (sparsam) einarbeiten, nicht direkt an die Wurzeln legen.
  • Bei schweren Böden groben Sand oder Splitt untermischen, um die Drainage zu verbessern.
  • Für Kübelkultur ein großes, durchlässiges Gefäß mit Wasserabzugslöchern wählen und eine Drainageschicht (z.B. Blähton) einbringen.

Einpflanzen:

  • Das Pflanzloch so groß anlegen, dass die Wurzeln locker ausgebreitet werden können (in der Regel etwa doppelt so breit wie der Wurzelballen).
  • Bei wurzelnackten Pflanzen beschädigte oder zu lange Wurzelenden vorsichtig einkürzen.
  • Den Baum so setzen, dass die Veredlungsstelle (die Verdickung oberhalb der Wurzel) deutlich über dem Erdboden bleibt.
  • Pflanzloch mit der vorbereiteten Erde auffüllen, dabei den Baum leicht rütteln, damit keine Hohlräume bleiben.
  • Die Erde vorsichtig antreten, ohne zu stark zu verdichten.
  • Bei höher wachsenden Bäumen einen stabilen Pfahl einschlagen und den Stamm locker anbinden, damit der Baum nicht im Wind scheuert.

Angießen nach der Pflanzung: Bilden Sie einen Gießrand um den Stamm, damit das Wasser dort bleibt, wo es gebraucht wird. Gießen Sie anschließend gründlich, bis das Pflanzloch vollständig durchfeuchtet ist. In den folgenden Wochen sollte der Boden weder austrocknen noch vernässen – regelmäßiges, kontrolliertes Gießen ist wichtig.

Beobachtung in den ersten Wochen:

  • Achten Sie auf erste Austriebe und eine gleichmäßige Blattbildung.
  • Bei anhaltend trockenem Wetter rechtzeitig nachgießen.
  • Kontrollieren Sie die Stammbefestigung, damit kein Scheuerschaden entsteht.
  • Frisch gepflanzte Bäume sollten im ersten Jahr nicht überlastet werden – übermäßige Blüten und junge Früchte gegebenenfalls reduzieren, damit der Baum seine Kraft in Wurzel- und Kronenaufbau stecken kann.

Pflege und Entwicklung im Jahresverlauf

Der Apfel Roter Boskoop ist keine „Null-Pflege-Pflanze“, aber mit einem realistischen Aufwand gut zu führen. Ein strukturierter Blick durchs Gartenjahr hilft, den Pflegebedarf einzuschätzen.

Frühling:

  • Kontrolle auf Frostschäden und abgestorbene Triebe, diese sauber zurückschneiden.
  • Leichter Erziehungsschnitt, um eine stabile, gut belichtete Krone aufzubauen. Roter Boskoop neigt sonst eher zur Verkahlung im Inneren.
  • Bei Bedarf Startdüngung mit einem organischen Obst- und Beerendünger oder gut verrottetem Kompost.
  • Während der Blüte auf ausreichend Bodenfeuchte achten, um die Fruchtansätze zu unterstützen.

Sommer:

  • Regelmäßig wässern, insbesondere in trockenen Phasen und bei Kübelkultur.
  • Eventuell zu dichte oder steil nach oben wachsende Konkurrenztriebe auslichten, um Licht in die Krone zu bringen.
  • Fruchtbehang prüfen: Sehr starker Ansatz kann zu Brüchen führen und die Fruchtqualität mindern. Gegebenenfalls vorsichtige Ausdünnung, damit die verbleibenden Früchte besser ausreifen.
  • Auf Blattverfärbungen, Flecken oder Schädlingsbefall achten und frühzeitig reagieren.

Herbst:

  • Ernte der Früchte meist im späten Herbst. Der genaue Zeitpunkt hängt von Standort und Witterung ab; die Äpfel sollten gut ausgefärbt und aromatisch sein, aber nicht mehlig.
  • Früchte, die für die Lagerung gedacht sind, vorsichtig pflücken und nur unbeschädigte Exemplare einlagern.
  • Leichte Bodenpflege rund um den Stamm, Laub und Fallobst entfernen, um Krankheitsdruck zu reduzieren.

Winter:

  • In frostarmen Perioden ist Winterschnitt möglich (in manchen Regionen auch eher Spätwinter/Frühjahr). Ziel ist eine stabile, gut belichtete Krone mit tragfähigen Fruchtästen.
  • Stamm bei jungen Bäumen mit einem Stammschutz vor Wildverbiss oder starker Wintersonne schützen, falls nötig.
  • Kübelpflanzen vor Durchfrieren schützen, z.B. durch Umwickeln des Gefäßes mit isolierendem Material.

Tatsächlicher Pflegeaufwand: Rechnen Sie mit jährlich wiederkehrendem Schnitt, gelegentlicher Düngung und bedarfsorientiertem Gießen. Dazu kommt die Kontrolle auf Krankheiten und Schädlinge. Wer möglichst wenig Zeit in Obstbaumpflege investieren möchte, könnte von dieser Sorte überfordert sein. Wer jedoch bereit ist, sich einmal im Jahr bewusst mit Kronenaufbau und Gesundheit des Baumes zu beschäftigen, erhält eine nachhaltige Erntegrundlage.

Stressanzeichen und Gegenmaßnahmen:

  • Gelbe, kleinbleibende Blätter: Oft ein Hinweis auf Nährstoffmangel oder zu nassen Boden. Boden verbessern, maßvoll düngen, Staunässe beseitigen.
  • Vorzeitiger Fruchtfall: Häufig Folge von Trockenstress oder Überlastung. Besser wässern und in kommenden Jahren Ertrag regulieren.
  • Viele kleine Früchte, schwache Triebe: Überbehang oder mangelnde Nährstoffversorgung. Ausdünnung und angepasste Düngung helfen.
  • Blattflecken oder verkrüppelte Blätter: Können auf Pilzkrankheiten oder Schädlinge hindeuten, siehe Hinweise weiter unten.

Einsatzmöglichkeiten und Kombinationen

Im Garten: Der Apfel Roter Boskoop eignet sich hervorragend als Einzelbaum im Rasen, als Teil einer kleinen Obstwiese oder als strukturgebender Obstbaum im Familiengarten. Durch seine kräftige Wuchsform bietet er im Sommer etwas Schatten und im Herbst eine ergiebige Ernte.

Auf Terrasse oder Balkon: Nur für große, stabile Terrassen mit ausreichend Platz sinnvoll. Hier sollte der Baum in einem großen Kübel gehalten und regelmäßig geschnitten werden, damit er nicht zu groß wird. Tägliche Aufmerksamkeit für Wasserbedarf ist dann Pflicht.

Im Beet: Ein Platz am Rand eines Gemüse- oder Staudenbeetes ist gut möglich, sofern der Kronenraum langfristig eingeplant wird. Unterpflanzungen mit flachwurzelnden, nicht zu konkurrenzstarken Stauden oder Kräutern sind denkbar, sollten aber die Baumscheibe im Wurzelbereich nicht komplett verdrängen.

Als Solitärpflanze: Roter Boskoop wirkt als einzelner Obstbaum sehr schön, allerdings ist für eine sichere Befruchtung ein weiterer Apfelbaum in der Nähe von Vorteil. Das kann der eigene Garten oder ein Baum im Nachbargarten sein, der zur gleichen Zeit blüht.

Sinnvolle Pflanzenkombinationen:

  • Andere Apfelbäume mit ähnlicher Blütezeit als Bestäuber, z.B. klassische Gartensorten mit kompatibler Blüte.
  • Unterpflanzungen mit robusten Kräutern wie Schnittlauch, Borretsch oder Ringelblumen, die gleichzeitig Insekten anlocken und den Boden bedecken.
  • Beerensträucher im weiteren Umfeld, mit ausreichend Abstand, um die Wurzeln nicht zu stark zu konkurrieren.

Situationen, in denen diese Pflanze nicht empfehlenswert ist:

  • Sehr kleine Stadtbalkone ohne Platz für einen größeren Kübel und ohne direkte Sonne.
  • Extrem schattige Innenhöfe, in denen ganztägig kaum Sonnenlicht ankommt.
  • Gärten mit dauerhaft nassem Untergrund oder hohem Grundwasserstand direkt unter der Oberfläche.
  • Wenn Sie ausschließlich sehr süße, milde Tafeläpfel bevorzugen und keine Verwendung für Koch- oder Backäpfel haben.
  • Wenn Sie keine Zeit oder Bereitschaft für regelmäßigen Schnitt und grundlegende Obstbaumpflege mitbringen.

Wichtige Hinweise und Grenzen

Der Apfel Roter Boskoop ist robust, aber nicht frei von typischen Obstbaumproblemen. Ein realistischer Blick auf mögliche Krankheiten und Schädlinge hilft, Enttäuschungen zu vermeiden.

Plausible Krankheiten:

  • Apfelschorf: Eine häufige Pilzkrankheit, die dunkle Flecken auf Blättern und Früchten verursacht. Feucht-warme Witterung, schlechte Durchlüftung der Krone und liegengebliebenes, befallenes Laub begünstigen das Auftreten.
  • Mehltau: Weißlicher Belag auf jungen Trieben und Blättern. Besonders bei dichter Krone und trockener, warmer Witterung kann das auftreten.
  • Blattfleckenkrankheiten: Unterschiedliche Pilzerreger können fleckige, vorzeitig fallende Blätter verursachen, insbesondere bei anhaltend feuchtem Wetter.

Typische Schädlinge:

  • Blattläuse: Saugen an jungen Trieben, rollen Blätter ein und schwächen die Neutriebe. Oft von Ameisen „betreut“.
  • Apfelwickler (Maden im Apfel): Raupen, die in die Früchte bohren und Fraßgänge hinterlassen. Befallene Früchte fallen oft frühzeitig ab.
  • Spinnmilben oder andere kleine Sauger: Insbesondere in trockenen, heißen Phasen möglich, erkennbar an punktierten Blättern und feinen Gespinsten.

Bedingungen, die Probleme begünstigen:

  • Dauerhaft feuchte, schlecht durchlüftete Standorte (höheres Risiko für Pilzkrankheiten).
  • Sehr dichte, ungepflegte Kronen ohne regelmäßigen Schnitt.
  • Starke Nährstoffungleichgewichte (zu viel Stickstoff, zu wenig Kalium) können die Anfälligkeit erhöhen.
  • Große Bestände ohne regelmäßige Entfernung von Fallobst und befallenem Laub.

Realistische Präventionsmaßnahmen:

  • Jährlicher, maßvoller Schnitt zur guten Belichtung und Durchlüftung der Krone.
  • Entfernen von Fallobst und krankem Laub im Herbst, um den Infektionsdruck zu senken.
  • Bedarfsgerechte Düngung mit überwiegend organischen Düngern, keine Überdüngung mit reinem Stickstoff.
  • Regelmäßige Kontrolle im Jahresverlauf, um erste Anzeichen von Befall frühzeitig zu bemerken.
  • Ggf. Einsatz mechanischer oder biologischer Maßnahmen (z.B. Leimringe gegen Ameisen und manche Schädlinge), soweit im privaten Garten zulässig und praktikabel.

Wann dieses Produkt keine gute Wahl ist: Wenn Sie einen pflegefreien Zierbaum ohne Schnitt, ohne Fruchternte und ohne Risiko von Obstbaumkrankheiten suchen, ist der Apfel Roter Boskoop nicht das passende Produkt. Auch wenn Sie keinen Platz für einen Baum mit mittlerer bis größerer Krone haben oder ausschließlich süße Dessertäpfel bevorzugen, sollten Sie eher eine andere Sorte wählen.

Warum diese Pflanze bei Bakker kaufen

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Ref : 032720
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