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Flatter Binse Die Flatter Binse ist eine spezielle Sumpf- und Uferpflanze für alle, die gezielt strukturstarke Gräser in sehr feuchte Bereiche setzen möchten – im Garten, am Teichrand oder in großen Kübeln mit dauerhaft nassem Substrat. Sie eignet sich für Gartenbesitzer, die einen natürlichen, leicht wilden Eindruck schätzen, und die bereit sind, auf die besonderen Ansprüche einer Feuchtgebietspflanze einzugehen. Ihr Nutzen liegt vor allem in der klaren vertikalen Struktur, der feinen Bewegung im Wind und der Möglichkeit, nasse, sonst schwer nutzbare Gartenbereiche sinnvoll zu bepflanzen.
Die Pflanze ist eine gute Wahl, wenn Sie gezielt eine robuste, feuchtigkeitsliebende Art für Teichränder, Sumpfbeete oder dauerhaft feuchte Ecken suchen – und weniger, wenn Sie eine pflegeleichte Allroundpflanze für normale Beete oder gar trockene Standorte wünschen. Wenn Sie diese Einschränkung beachten, erhalten Sie mit der Flatter Binse ein langlebiges, standorttreues Gras, das über viele Jahre eine ruhige, natürliche Atmosphäre schafft.
Was Sie konkret kaufen Bei Bakker erwerben Sie eine lebende Flatter Binse, in der Regel als kräftige Jungpflanze im Topf. Sie erhalten also keinen Samen, sondern bereits durchwurzelte Ware, die nach dem Einpflanzen relativ zügig anwächst und den vorgesehenen Platz am Teichrand, im Sumpfbeet oder im dauerhaft feuchten Kübel füllt.
Die Flatter Binse ist ein mehrjähriges, grasartiges Gewächs mit dünnen, meist aufrechten bis leicht überhängenden, runden Halmen. Die Pflanze bildet kleine Horste, die sich mit den Jahren verbreitern. Ihr Hauptverwendungszweck liegt in der naturnahen Gestaltung von Wasser- und Feuchtzonen: Sie rahmt Uferbereiche ein, lockert harte Kanten von Teichen auf und gibt Sumpfbeeten eine fein strukturierte, aber klare Form. Optisch lebt sie weniger von auffälligen Blüten als von der Gesamterscheinung des Halmbestands und der wellenartigen Bewegung im Wind.
Innerhalb des E-Commerce-Sortiments von Bakker grenzt sich die Flatter Binse von Ziergräsern für trockene Präriebeete oder reine Zierstaudenbeete klar ab. Sie ist auf dauerhaft feuchte bis nasse Böden spezialisiert und damit ein Nischenprodukt für bestimmte Standorte. Während andere Gräser bei Nässe schnell faulen würden, fühlt sie sich erst dann wohl, wenn der Boden regelmäßig sehr feucht ist. Wer gezielt Pflanzen für Wassergärten oder nasse Bereiche sucht, findet in dieser Art eine sinnvolle Ergänzung zu typischen Teichstauden und Röhrichten.
Bakker liefert die Pflanze transportsicher verpackt, damit sie den Versand gut übersteht. Nach dem Erhalt können Sie die Flatter Binse kurzfristig im gelieferten Topf zwischenlagern, sollten sie aber möglichst zeitnah an ihren endgültigen Platz setzen, damit sie sich schnell etablieren kann.
Wesentliche Eigenschaften -
Wuchsform und Erscheinungsbild: Die Flatter Binse wächst horstbildend mit zahlreichen dünnen, aufrechten bis leicht überhängenden Halmen. Die Stängel sind in der Regel rund, glatt und gleichmäßig gefärbt. Der Gesamteindruck ist filigran, aber klar strukturiert. Je nach Windbewegung „flattert“ der Horst leicht, was der Pflanze ihren Namen gibt.
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Durchschnittliche Höhe und Breite: Unter guten Bedingungen kann die Flatter Binse im Lauf der Jahre eine Höhe von etwa 40 bis 80 cm erreichen; in sehr nährstoffreichen, konstant nassen Bereichen kann sie gelegentlich etwas höher werden. Die Breite des Horstes liegt meist zwischen 30 und 60 cm. In sehr günstigen Standorten kann sie durch langsame Ausbreitung mit der Zeit mehr Fläche einnehmen. Wenn Sie nur begrenzt Platz haben, sollten Sie das im Blick behalten und bei Bedarf begrenzen.
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Blattwerk und Halme: Klassische Blattflächen sind bei der Flatter Binse wenig ausgeprägt; der Zierwert sitzt fast vollständig in den grünen Halmen. Diese sind relativ fein, aber stabil genug, um auch bei Regen aufrecht zu bleiben. Je nach Art und Standort kann die Färbung von mittelgrün bis leicht dunkler variieren. Einige Formen behalten einen Großteil ihrer Halme auch im Winter, andere ziehen stärker ein – hier ist mit leichten Unterschieden zu rechnen, die vor allem vom Klima und der Pflege abhängen.
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Blüte und Zierwert: Die Blüten sind eher unauffällig und erscheinen meist an den Halmen als kleine, bräunliche oder grünlich-braune Ähren oder Rispen. Sie sind mehr botanisch interessant als optisch dominant. Der wichtigste Zierwert liegt in der Linienführung der Halme, der lockeren Horstform und der sanften Bewegung im Wind. Wer leuchtende Blütenfarben erwartet, wird mit dieser Pflanze nicht glücklich; wer jedoch grafische Strukturen und eine ruhige, natürliche Anmutung schätzt, wird sie zu schätzen wissen.
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Wachstumsgeschwindigkeit: Die Flatter Binse wächst eher moderat. Nach der Pflanzung braucht sie eine Saison, um sich einzuwurzeln, bildet dann aber von Jahr zu Jahr einen dichteren Horst. Sie breitet sich in der Regel nicht explosiv aus, kann an dauerhaft feuchten, nährstoffreichen Plätzen jedoch langsam an Umfang gewinnen. In kleinen Teichen oder sehr eng bemessenen Sumpfbereichen sollten Sie das Wachstum gelegentlich kontrollieren.
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Winterhärte und Verhalten bei Frost: Unter mitteleuropäischen Bedingungen ist die Flatter Binse in der Regel gut winterhart, sofern sie in den Boden gepflanzt ist und die Wurzeln nicht komplett durchfrieren. Bei strengem Frost kann das oberirdische Laub absterben oder braun werden; der Wurzelstock treibt im Frühjahr jedoch meist wieder aus. In Töpfen ist sie etwas empfindlicher, weil das Substrat schneller durchfriert. Hier ist bei länger anhaltenden tiefen Temperaturen ein gewisser Winterschutz sinnvoll.
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Toleranz gegenüber Feuchtigkeit: Die Flatter Binse ist eindeutig eine Pflanze für sehr feuchte bis nasse Böden. Sie kommt mit dauerhaft feuchtem Untergrund, periodischer Überstauung und Teichrandbedingungen gut zurecht. Trockenheit verträgt sie nur eingeschränkt: Kurze, leichte Trockenphasen übersteht sie, vor allem, wenn der Standort nicht in voller Sonne liegt. Längere Trockenzeiten oder extrem durchlässige, sandige Böden ohne regelmäßige Bewässerung führen jedoch zu Wachstumsstörungen, braunen Halmen oder sogar zum Absterben.
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Kultur im Freiland oder im Topf: Am besten gedeiht die Flatter Binse im Freiland an Teichrändern, in Sumpfbeeten oder in feuchten Senken. Eine Kultur im Topf ist möglich, wenn Sie dauerhaft für genügend Wasser sorgen. Dafür eignet sich ein größeres Gefäß mit Wasserreservoir oder ein Topf, der in eine Schale mit Wasser gestellt wird, damit das Substrat nie vollständig austrocknet. In zu kleinen Töpfen oder bei unregelmäßigem Gießen leidet die Pflanze schnell.
Der richtige Standort für ein gutes Ergebnis Damit die Flatter Binse ihr volles Potenzial entfalten kann, ist der Standort entscheidend. Ideal ist eine halbschattige bis sonnige Lage, bei der der Boden dauerhaft feucht bis nass bleibt. Reine Schattenlagen sind möglich, können aber zu etwas lockererem Wuchs führen. In voller Sonne ist die Wasserversorgung besonders wichtig, da das Substrat sonst zu schnell austrocknet.
Beim Bodentyp bevorzugt die Flatter Binse humose, nährstoffreiche und gleichzeitig sehr feuchte Substrate. Schwere, lehmige Böden sind geeignet, solange sie nicht komplett luftdicht verschlämmen. In sehr leichten, sandigen Böden sollten Sie reichlich organisches Material einarbeiten, um Wasser und Nährstoffe zu halten. Staunässe wird von dieser Art deutlich besser vertragen als von vielen anderen Gartenpflanzen – sie ist ihr natürlicher Lebensraum. Problematisch wird es erst, wenn Wasser lange über den Blatthöhen steht, ohne Bewegung oder Austausch. Dies kann insbesondere in künstlichen Becken ohne Überlauf relevant sein.
Gegenüber Wind ist die Flatter Binse relativ robust, da die Halme elastisch sind. In extrem exponierten, zugigen Lagen können die Halme sich jedoch stärker neigen oder bei gefrorenem Zustand knicken. Wenn Sie einen sehr windigen Standort haben, ist ein leichter Windschutz durch benachbarte Pflanzen oder eine Mauer hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich.
Der Pflanzabstand hängt von der geplanten Wirkung ab. Für eine geschlossene, ruhige Fläche am Teichrand können Sie mehrere Pflanzen im Abstand von etwa 30 bis 40 cm setzen. Für solitäre Akzente oder kleinere Gruppen reichen größere Abstände von 40 bis 60 cm, damit sich der einzelne Horst sichtbar entwickeln kann. In sehr kleinen Gärten oder schmalen Sumpfbeeten lohnt es sich, zunächst mit weniger Pflanzen zu starten und das Wachstum zu beobachten.
Auf Balkon oder Terrasse ist die Kultur nur dann empfehlenswert, wenn Sie große, wasserhaltende Gefäße einsetzen und sich bewusst sind, dass die Wasserversorgung dauerhaft sichergestellt werden muss. Flache Balkonkästen sind ungeeignet, da sie zu schnell austrocknen und keine ausreichende Substratmenge bieten. Ein schwerer, standfester Topf ist sinnvoll, damit die Pflanze bei Wind nicht kippt.
Häufige Fehler sind:
- Einpflanzen in normale, eher trockene Beete ohne zusätzliche Bewässerung – hier leidet die Flatter Binse und bleibt kümmerlich oder geht ein.
- Zu kleine oder ungünstig platzierte Töpfe auf sonnigen Terrassen, die schnell austrocknen.
- Komplette Überschwemmung über längere Zeit ohne Wasserbewegung, vor allem in Gefäßen ohne Abfluss, was zu Sauerstoffmangel an den Wurzeln führen kann.
- Zu dichter Pflanzabstand, wenn ein lockerer, klarer Horstcharakter gewünscht ist.
Pflanzung Schritt für Schritt 1. Geeigneter Pflanzzeitpunkt: Am sichersten ist die Pflanzung im Frühjahr, sobald keine starken Fröste mehr zu erwarten sind. Dann hat die Flatter Binse eine ganze Saison Zeit, sich einzuwurzeln. In Regionen mit milden Wintern ist auch eine Pflanzung im frühen Herbst möglich, sofern der Boden noch warm ist. Starkwinterliche Termine sollten Sie vermeiden, da sich dann die Wurzeln nicht mehr gut etablieren.
2. Vorbereitung des Bodens oder Gefäßes: Wählen Sie einen Bereich am Teichrand oder in einem Sumpfbeet, in dem der Boden dauerhaft feucht bleibt. Lockern Sie den Untergrund auf und arbeiten Sie bei Bedarf reifen Kompost oder gut verrotteten, ungedüngten Pflanzhumus ein, um die Wasserspeicherkapazität zu erhöhen. In sehr schweren Böden genügt es oft, etwas groben Sand oder feinen Kies beizumischen, um die Struktur zu verbessern, ohne die Feuchte zu verlieren.
Für die Topfkultur wählen Sie ein ausreichend großes Gefäß mit Abzugslöchern, das Sie in eine Untersetzer-Schale mit Wasser stellen können. Füllen Sie eine Mischung aus Gartenerde, Teicherde oder humoser Pflanzerde, die nicht zu stark vorgedüngt ist. Reine Blumenerden mit hohem Torfanteil trocknen an der Oberfläche leicht aus und sind allein weniger geeignet. Ein gewisser Anteil mineralischer Bestandteile verbessert die Stabilität.
3. Einpflanzen: Tauchen Sie den Wurzelballen vor dem Pflanzen einige Minuten in einen Eimer mit Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Heben Sie ein Pflanzloch aus, das etwas breiter ist als der Ballen. Setzen Sie die Flatter Binse so ein, dass der obere Rand des Wurzelballens etwa auf Bodenniveau liegt. Füllen Sie das Loch mit Erde auf und drücken Sie diese vorsichtig aber fest an, um Hohlräume zu vermeiden. Im Topf verfahren Sie genauso und achten darauf, dass rund um den Ballen ausreichend Substrat bleibt.
4. Angießen nach der Pflanzung: Gießen Sie nach dem Einsetzen gründlich an, bis der umgebende Boden oder das Substrat gut durchfeuchtet ist. Am Teichrand kann es sinnvoll sein, den Wasserstand leicht anzuheben, sodass die Wurzeln rasch Anschluss an den feuchten Bereich bekommen, ohne dass die Pflanze komplett im Wasser steht. Im Topf sollten Sie den Untersetzer mit Wasser füllen und in den ersten Wochen nicht austrocknen lassen.
5. Beobachtung in den ersten Wochen: Kontrollieren Sie vor allem die Feuchtigkeit. Die Flatter Binse sollte nie vollständig austrocknen, insbesondere nicht direkt nach der Pflanzung. Leichtes Welken oder eine kurze Wachstumsunterbrechung sind nach dem Umsetzen normal. Stärkere Braunfärbungen, zusammenfallende Halme oder längere Phasen ohne neuen Austrieb deuten dagegen auf Standortprobleme oder zu wenig Wasser hin. In diesem Fall sollten Sie die Bewässerung anpassen oder – falls möglich – einen etwas feuchteren Platz wählen.
Pflege und Entwicklung im Jahresverlauf Frühling: Im Frühjahr erwacht die Flatter Binse aus der Winterruhe. Alte, vertrocknete Halme können Sie bodennah abschneiden oder vorsichtig auskämmen, um Platz für frischen Austrieb zu schaffen. Achten Sie darauf, neue Austriebe nicht zu verletzen. Eine mäßige Gabe organischen Düngers oder ein leichter Kompostauftrag reicht in der Regel aus. Übermäßige Düngung ist nicht notwendig und kann zu weichem, weniger standfestem Wuchs führen.
Sommer: Im Sommer zeigt die Flatter Binse ihre volle Wuchsleistung. Die wichtigste Pflege ist die Sicherstellung einer gleichmäßigen Wasserversorgung. In sehr heißen, trockenen Phasen sollten Sie Teichränder und Sumpfbeete kontrollieren, vor allem wenn der Wasserspiegel stark schwankt. Im Topf ist regelmäßiges Nachfüllen im Untersetzer erforderlich. Entfernen Sie bei Bedarf einzelne, stark geschädigte Halme, um den Horst optisch zu pflegen. Ansonsten ist der Arbeitsaufwand überschaubar.
Herbst: Im Herbst setzt bei vielen Exemplaren eine natürliche Vergilbung oder Bräunung ein. Sie können die Halme stehen lassen, da sie Struktur bieten und Tieren Unterschlupf geben. Alternativ können Sie die Pflanze, wenn Sie eine sehr aufgeräumte Optik wünschen, zurückschneiden. Ein kompletter Rückschnitt auf etwa 5–10 cm Höhe ist möglich, aber nicht zwingend nötig. Bei Topfkultur ist dies ein guter Zeitpunkt, das Substrat zu prüfen und bei Bedarf leicht zu erneuern oder den Horst zu teilen, falls er das Gefäß stark ausfüllt.
Winter: Im Freiland sind in gemäßigten Lagen keine besonderen Maßnahmen nötig. In Regionen mit sehr strengen Wintern oder bei exponierter Topfkultur ist ein leichter Winterschutz sinnvoll, etwa durch das Einstellen der Töpfe an eine geschützte Hauswand oder das Umwickeln mit isolierendem Material. Die Feuchtigkeit sollte auch im Winter nicht völlig fehlen, der Boden darf jedoch gelegentlich anfrieren. Dauerhafte Eisschichten um den Wurzelbereich sind zu vermeiden.
Stressanzeichen und Gegenmaßnahmen:
- Vertrocknende, braune Halmspitzen im Sommer deuten meist auf Trockenstress hin. Prüfen Sie die Wasserversorgung und erhöhen Sie die Gießmenge.
- Weiche, instabile Halme und übermäßig grüner, wuchernder Wuchs können auf zu viel Dünger hindeuten. Drosseln Sie die Nährstoffgabe und setzen Sie eher auf mäßig nährstoffreiche, aber feuchte Böden.
- Plötzliches Einbrechen ganzer Horstbereiche ohne erkennbare Ursache kann bei Topfkultur auf Wurzelschäden durch Frost oder Staunässe ohne Sauerstoff hindeuten. Prüfen Sie das Substrat und passen Sie die Haltung an.
Einsatzmöglichkeiten und Kombinationen Im Garten: Die Flatter Binse ist ideal für naturhaft gestaltete Gärten mit Wasserflächen. Sie lässt sich entlang von Teichufern pflanzen, um harte Folienkanten zu kaschieren oder flache Uferzonen zu begrünen. In feuchten Senken oder Gräben kann sie helfen, diese Bereiche optisch zu binden und gleichzeitig Struktur zu geben. Durch ihre vertikale Linienführung kontrastiert sie gut mit breitblättrigen Sumpfstauden.
Auf Terrasse oder Balkon: In großen, wasserhaltigen Gefäßen kann die Flatter Binse auch auf Terrassen oder Balkonen als Gestaltungselement eingesetzt werden. Sie passt besonders gut in naturnahe Kübelarrangements, etwa in Kombination mit anderen feuchtigkeitsliebenden Pflanzen. Wichtig ist hier eine bewusste Entscheidung für einen „Wasser-Topf“ mit dauerhaft feuchtem Substrat – als normale Kübelpflanze für gemischte Balkonkästen ist sie jedoch ungeeignet.
Im Beet: In klassischen, eher trockenen Stauden- oder Rosenbeeten ist die Flatter Binse fehl am Platz. Wenn Sie jedoch ein Feuchtbeet mit dauerhaft hohem Grundwasserstand oder einer integrierten Bewässerung planen, kann sie hier einen wertvollen Beitrag leisten. Sie sorgt für ruhige, vertikale Linien und bildet einen Gegenpol zu farbintensiven Blühpflanzen. Achten Sie darauf, dass ihr Bereich wirklich dauerhaft feucht bleibt, sonst schwächelt sie im Vergleich zu trockenheitsliebenderen Partnern.
Als Solitär oder in Gruppen: Als Solitär eignet sich ein kräftiger Horst der Flatter Binse, wenn Sie bewusst die klare, grasartige Form hervorheben wollen. In Gruppen gepflanzt entstehen größere Flächen, die beispielsweise einen Teichrand einrahmen. Eine Verwendung als Hecke im klassischen Sinn ist nicht sinnvoll, da die Pflanze nicht so dicht und blickdicht wächst wie typische Heckenarten.
Sinnvolle Pflanzenkombinationen:
- Mit anderen Sumpf- und Uferpflanzen wie Sumpfdotterblume, Wasserminze oder Sumpf-Iris, die mit ihren Blüten Farben einbringen.
- Mit flachwachsenden Wasserpflanzen in Teichnähe, um Höhenstaffelungen zu erreichen.
- Mit feuchtigkeitsliebenden Farnen oder grasähnlichen Arten, um ein harmonisches Bild zu erzeugen.
Nicht empfehlenswert ist die Kombination mit deutlich trockenheitsliebenden Arten im gleichen Beet, da die Wasseransprüche stark auseinandergehen. Ebenfalls ungünstig ist der Einsatz in sehr formalen, streng geschnittenen Anlagen, in denen klare Formen und niedrige Pflegeintensität ohne spezielle Standortansprüche gefragt sind. Hier passt die naturnahe, bewegliche Anmutung der Flatter Binse weniger ins Konzept.
Wichtige Hinweise und Grenzen Die Flatter Binse gilt insgesamt als robust, dennoch können unter ungünstigen Bedingungen Probleme auftreten.
Krankheiten und Schädlinge: Häufige, spezifische Schädlinge sind an dieser Pflanzengruppe eher selten. Unter sehr nassen, sauerstoffarmen Bedingungen können jedoch Wurzelfäulen auftreten, die sich durch schlaffe, umkippende Halme und einen fauligen Geruch im Wurzelbereich bemerkbar machen. In diesem Fall ist eine Verbesserung der Wasserqualität oder eine leichte Reduktion des Wasserstandes sinnvoll.
Gelegentlich können Blattflecken oder Pilzbeläge auf geschwächten Pflanzen auftreten, vor allem wenn Luftbewegung fehlt und die Halme dauerhaft nass sind. Ein behutsamer Rückschnitt und die Verbesserung der Durchlüftung helfen oft schon weiter. Bei Topfkultur sind auch Wurzelschäden durch Staunässe ohne Wasserwechsel möglich, wenn das Gefäß keine ausreichende Sauerstoffzufuhr zulässt.
Bedingungen, die Probleme begünstigen:
- Dauerhafte Überflutung ohne Wasserbewegung in Gefäßen ohne Überlauf.
- Sehr nährstoffreiches, stehendes Wasser, das zu starker Algenbildung und Sauerstoffmangel führt.
- Komplette Austrocknung des Bodens über längere Zeit, insbesondere in der Wachstumsphase.
- Lange, strenge Fröste bei ungeschützter Topfkultur mit vollständig durchgefrorenem Wurzelraum.
Realistische Präventionsmaßnahmen: Achten Sie auf ein ausgewogenes Feuchteverhältnis mit ausreichend Sauerstoff im Wurzelbereich. Im Teichumfeld ist meist schon durch das natürliche Wasservolumen für genug Austausch gesorgt. In Gefäßen kann ein zu hoher Wasserstand ohne Abfluss problematisch sein; hier hilft ein leichtes Senken des Wasserstands oder gelegentliches Teilwasserwechseln. Eine standortgerechte Nährstoffversorgung ohne Überdüngung hält die Pflanze widerstandsfähig.
Wann dieses Produkt keine gute Wahl ist: Wenn Ihr Garten überwiegend trocken ist, Sie keine Möglichkeit haben, einen dauerhaft feuchten Bereich zu schaffen, oder Sie eine sehr pflegeleichte, anspruchslose Universalpflanze suchen, ist die Flatter Binse wahrscheinlich nicht das richtige Produkt. Gleiches gilt, wenn Sie vor allem auf kräftige Blütenfarben aus sind oder Ihr Fokus auf streng formalen Gestaltungen liegt. In sehr kleinen Balkonsituationen ohne Platz für größere, wasserführende Gefäße ist sie ebenfalls nur eingeschränkt empfehlenswert.
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Bakker unterstützt Sie mit praxisnahen Hinweisen zur Pflanzung und Pflege, sodass Sie auch ohne umfangreiche Vorkenntnisse eine stabile, langfristige Kultur aufbauen können. Wenn Sie bereit sind, die besonderen Ansprüche dieser Feuchtgebietspflanze zu berücksichtigen, erhalten Sie mit der Flatter Binse ein langlebiges Gestaltungselement für Teichränder, Sumpfbereiche oder feuchte Kübel, das Ihren Garten um eine naturnahe, bewegte Struktur bereichert und auch optisch eine klare Funktion erfüllt. So treffen Sie eine bewusste Kaufentscheidung und schaffen die Voraussetzungen für eine dauerhaft erfolgreiche Entwicklung der Binsen an Ihrem Standort.
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